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22.05.2012

22:47 Uhr

BDEW-Strompreisanalyse

Staatliche Abgaben haben sich verzehnfacht

ExklusivDie staatlichen Abgaben und Lasten auf den Strompreis haben sich seit 1998 verzehnfacht. Der größte Teil geht dabei nach wie vor auf Förderung der erneuerbaren Energien zurück.

Die staatlichen Abgaben auf den Strompreis haben sich seit 1998 verzehnfacht. dpa

Die staatlichen Abgaben auf den Strompreis haben sich seit 1998 verzehnfacht.

Die staatlichen Steuern und Abgaben, die den Strompreis belasten, haben sich seit 1998 verzehnfacht. Das ist das Ergebnis der jüngsten BDEW-Strompreisanalyse, die dem Handelsblatt vorliegt. Demnach summiert sich die staatlichen Steuern und Abgaben zu Beginn der Liberalisierung des Strommarktes im Jahr 1998  für alle Stromverbraucher auf 2,28 Milliarden Euro. In diesem Jahr wird sich der Wert der BDEW-Anlayse zufolge auf 23,7 Milliarden Euro erhöht haben.  

Mit 14,1 Milliarden stellt die Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien dabei auch in diesem Jahr den größten Einzelposten der staatlichen Steuern und Abgaben dar. Die Steuern und Abgaben machen bereits 45 Prozent der Stromrechnung eines durchschnittlichen privaten Musterhaushaltes mit drei Personen aus. Er zahlt 75 Euro im Monat, davon entfallen nur noch 41 Euro auf Beschaffung, Transport und Vertrieb des Stroms, also die eigentliche Leistung. 34 Euro sind Steuern und Abgaben.

Kommentare (27)

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23.05.2012, 00:08 Uhr

Das sind die Folgen, unserer selbsternannten, politischen "Wirtschaftslenker", um die Lebensqualität in der BRD zu erhöhen. Reagieren 1 Sekunde vor der Katastrophe und als Ergebnis kommen ausschließlich Steuer-und Abgabenerhöhungen heraus. Das kann jeder Schwachsinnige, wobei diese nicht so viel Schaden anrichten würden! Nicht in der Lage, folgerichtig den ersten richtigen Schritt nach dem anderen zu machen, aber das Maul voller Sprechblasen dem Volk zuzumuten. Schade, daß es keine legale Möglichkeit gibt, diese Schwätzer aus ihren erschlichenen Ämtern zu jagen. Leider ist der Eigennutz und die Unfähigkeit unserer politischen Parasiten höher angesiedelt, als die relativ einfache Lösungsproblematik.

ThomasFrickeJena

23.05.2012, 00:33 Uhr

Die Frage ist vielleicht, welcher Betrag 1998 monatlich auf Beschaffung, Transport und Vertrieb des Stroms entfielen und wie es dazu kommt, dass dieser Anteil nun schon bei 41 Euro liegt. Bemerkenswert erscheint immerhin, dass die Großhandelspreise für Elektrizität zum einen infolge der Weltwirtschaftskrise, zum anderen aufgrund der vorrangigen Einspeisung erneuerbarer Energien seit Anfang 2009 erheblich gesunken sind, auch die Kosten für den Transport, nämlich die Netzkosten infolge der Regulierung sanken, ebenso wie die Vertriebskosten infolge von bis 1998 in diesem Maße unbekannten Fusionen und milliardenschweren Rationalisierungsprogrammen der Versorger, der entsprechende Anteil am Strompreis insbesondere für Haushaltskunden hingegen nicht entsprechend sank. Selbstverständlich ist es nicht verboten, wie schon Rexrodt selig zu erwägen, Konzessionsabgaben für Leitungsrechte von Energieversorgungsleitungen über kommunale Grundstücke abzuschaffen, so wie auch Telekommunikationslinien öffentlichen Grund unentgeltlich nutzen. Ebenso wäre eine Absenkung der Mehrwerteuer für Energielieferungen an Haushalstkunden auf 7 Prozent nach wie vor zu erwägen. Nicht ersichtlich, dass sich der BDEW dafür einsetzt.

ThomasFrickeJena

23.05.2012, 01:19 Uhr

Laut http://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis gründet die BDEW- Analyse merkwürdigerweise anscheind auf einem Strompreis, der nur aus dem Arbeitspreis besteht.

Tatsächlich zahlen insbesondere Haushaltskunden neben dem Arbeitspreis auch einen verbrauchsunabhängigen Grundpreis.

Der Nettoarbeitspreis, der (neben dem Grundpreis!!!) die Kosten für Erzeugung bzw. Beschaffung, Tranport und Vertrieb abdecken soll, ist allein von 2001 bis 2011 von 8,60 Ct/ kWh um 4,97 Ct/ kWh auf 13,57 Ct/ kWh gestiegen.

Vielerorts sind auch die verbrauchsunabhängigen Nettogrundpreise kräftig gestiegen.

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