Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.03.2014

08:36 Uhr

BDI

„Bundesregierung fehlt Industrie-Konzept“

Scharfe Kritik an der Bundesregierung: BDI-Chef Grillo wirft Schwarz-Rot fehlende Konzeption bei der Entwicklung des Industriestandorts Deutschland vor – und einen einseitigen Fokus auf Sozialpolitik.

Eine Erdölraffinerie der Firma Shell in Godorf bei Köln: Wird der Industriestandort Deutschland von der Bundesregierung benachteiligt? dpa

Eine Erdölraffinerie der Firma Shell in Godorf bei Köln: Wird der Industriestandort Deutschland von der Bundesregierung benachteiligt?

BerlinDer Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat die Politik der Bundesregierung scharf kritisiert. „Ich kann im Moment keine Konzeption, keine Projekte, keine Richtung erkennen, wie diese Koalition den Industriestandort Deutschland bis 2017 und auch darüber hinaus weiterentwickeln will“, sagte BDI-Chef Ulrich Grillo der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ laut Vorab-Bericht aus der Dienstagausgabe. Es fehlten konkrete Schritte, um die Investitionen zu erhöhen, den Standort attraktiver zu machen und die gewaltigen Probleme der Demographie anzugehen.

Deutschland falle bei Investitionen und Innovationen zurück, sagte Grillo. Statt dessen befasse sich die Regierung mit Frauenquoten, Mindestlohn und Mütterrente. Allein schon wegen der Alterung der Gesellschaft könne man es sich mit Blick auf den Fachkräftemangel gar nicht leisten, die Menschen so früh in Rente zu schicken.

Auch sei die Industrie besorgt über eine zu starke Belastung energieintensiver Betriebe durch die EEG-Reform. Sollte sich die EU mit der Forderung nach einer Reduzierung der Ausnahmen von der Ökostromumlage durchsetzen, wären manche Betriebe sofort in der Verlustzone und müssten „schnell, sehr schnell zumachen“, sagte Grillo. 800.000 Arbeitsplätze seien in Gefahr. Deshalb benötige man Lösungen mit Augenmaß.

Lebensversicherung: Versicherte werden noch einmal zur Kasse gebeten

Lebensversicherung

Versicherte werden noch einmal zur Kasse gebeten

Verbraucherschützer und Opposition lehnen das Reformvorhaben der Bundesregierung für Lebensversicherer als ungerecht ab. Der Bund der Versicherten spricht von einem Schlag in das Gesicht der Verbraucher.

Grillo hatte bereits im Januar gesagt, eine Ausweitung des deutschen Wirtschaftswachstums auf zwei Prozent im laufenden Jahr sei nur möglich, wenn die politischen Weichen richtig gestellt würden. Dafür müsse die Regierung aber weit über das hinausgehen, was ihr Koalitionsvertrag beinhalte. Vor allem müsse die Energiewende völlig überarbeitet und ein Kostenstopp erreicht werden.

Von

rtr

Kommentare (11)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

11.03.2014, 10:03 Uhr

Rente mit 67 in Deutschland? Wieso? Geplant wird schon mit einer Erhöhung. Warum sind die Südeuropäer bzw. Andere bessere Menschen und brauchen nur bis 50+ arbeiten?

Account gelöscht!

11.03.2014, 11:01 Uhr

Welches Konzept meint der BDI ?

Meint man die geschaffenen menschen verachtenden Werkverträge, Leiharbeit, Sklavenlöhne oder den in Europa, von Steuergeld bezahlten, Lohn-Dumping-Vandalismus?
Oder meint man die manipulierten Statistiken wie u.a. , der Fachkräftemangel ?

Welches Konzept vermisst man ?

Oder meint man eine weitergehende, zunehmende Unterstützung des kranken, perversen LOBBYISMUS ?

NEIN, es müssen wieder die notwendigen LEITPLANKEN im Arbeitsrecht installiert werden !

Mit mehr Freiheiten u.a. im Arbeitsrecht kommen zu viele Unternehmen, Arbeitgeber, Manager nicht klar , man ist noch nicht soweit, leider bewegen wir uns, oder sind es schon in einigen Branchen, ins 19. Jahrhundert !!!

Account gelöscht!

11.03.2014, 11:17 Uhr

Nun stellen Sie sich mal vor die Menschen in den Südländern müssten bis zum 65. Lebensjahr oder gar bis zum 67. Lebensjahr arbeiten. Können Sie sich überhaupt vorstellen wie die Arbeitslosenstatistik bei denen dann noch weiter hoch schnellen würde?! Während in Deutschland ja Fachkräfte der billigsten Sorte fehlen und hier noch so etwas wie Wertschöpfung stattfindet um Strukturen wie z. B. im Süden Europas aufrechterhalten zu können. Um das pervertierte System im Gleichgewicht halten zu können, bedarf es eben einer großen Ignoranz gegenüber Gerechtigkeit. Sie wollen doch wohl nicht ernsthaft, im Gegensatz der übergroßen Mehrheit der Wähler von etablierten Parteien, Kritik an diesem System üben?! Dieses Gleichgewicht beansprucht im Übrigen eine kontinuierliche Zunahme von Ungerechtigkeit und von Opfern. Erst dann, wenn die Zahl der betroffenen Opfer eine kritische Masse erreicht hat, lohnt sich Kritik und der Wille diese Ungerechtigkeit zu bekämpfen. Ich weiß von meinem Orakel aber, dass die Wähler demnächst wieder weit über 80 Prozent etablierte Parteien wählen werden, also ist doch noch alles in Ordnung, oder?! Sie müssen entweder warten bis aufgrund der “Schmerzen“ es genügend Leuten reicht und mit Ihnen bereit sind dem kompletten System zum Einsturz zu verhelfen oder abwarten das es von selbst kollabiert und das wird es ganz sicher.

Unser Geld-Zins System hat eine garantierte Endlichkeit und der nähern wir uns mittlerweile mit zunehmender Geschwindigkeit. Brüche des Systems und deren verzweifelte Heilungsversuche werden zunehmen, bis nichts mehr geht. Für nachfolgende Generationen wird es dann sehr wichtig sein mit einem ganz anderen Geld System von vorne anzufangen und die Menschheit als ganzes und nicht nur irgendwelche Eliten in eine bessere und gerechtere Zukunft zu führen. Bis es soweit ist, werden wir von den “GUTEN“ noch sehr viele Lügen hören und perfidesten Betrug sehen. Daran erkennt man übrigens auch, das die Zunahmen dieser negativen Dinge parallel zu

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×