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05.11.2016

12:35 Uhr

BDI-Präsident Grillo

„Wir wollen nicht, dass Europa sich abschottet“

BDI-Präsident Grillo kritisiert ein Gesetz, dass Übernahmen durch chinesische Investoren erschweren soll. Das könnte der deutsch-chinesischen Partnerschaft schaden. Das Problem liegt ihm zufolge ohnehin woanders.

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Ulrich Grillo, will sich nicht von chinesischen Investoren abschotten. Ein Gesetz, das Übernahmen aus Fernost schwieriger mache, hält er für nutzlos. dpa

Will sich nicht abschotten

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Ulrich Grillo, will sich nicht von chinesischen Investoren abschotten. Ein Gesetz, das Übernahmen aus Fernost schwieriger mache, hält er für nutzlos.

HongkongBDI-Präsident Ulrich Grillo hat eine Verschärfung des Außenwirtschaftsgesetzes zum Schutz vor chinesischen Übernahmen abgelehnt. Das bestehende Recht sei ein wirksames Instrument, sagte der Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie am Samstag auf der Asien-Pazifik-Konferenz der deutschen Wirtschaft in Hongkong. „Unser Grundsatz ist und bleibt: Wir wollen nicht, dass Europa sich abschottet. Wir wollen, dass China sich öffnet.“

Chinesische Unternehmen seien an deutschem Know-how interessiert und wollten sich verstärkt mit Investitionen in Deutschland einbringen. „Das ist grundsätzlich zu begrüßen“, sagte Grillo. Durch das chinesisches Engagement entstünden auch Wettbewerbsvorteile für deutsche Unternehmen bei der Erschließung globaler Märkte.

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In China gebe es hingegen weiter viele Hemmnisse beim Marktzugang. „Das ist nicht in Ordnung, und diese Themen gehören jetzt auf die Tagesordnung“, sagte der BDI-Präsident. Es sei richtig, dass Deutschland seine Interessen eindeutig kommuniziere – etwa beim Joint-Venture-Zwang oder der Benachteiligung deutscher Unternehmen bei öffentlichen Ausschreibungen. Zu einer Partnerschaft gehöre auch, Probleme offen anzusprechen, betonte Grillo mit Blick auf die gerade beendete China-Reise von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel.

Von

dpa

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