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25.07.2011

14:51 Uhr

Beamten-Kennzeichnung

Berliner Polizisten tragen Namen am Revers

Ihren Namen und ihre Dienstnummer müssen Berliner Polizisten ab sofort am Revers tragen. Verschiedene Organisationen und Parteien hatten jahrelang für eine Kennzeichnung von Polizeibeamten gekämpft.

Berliner Polizeibeamte: Sie müssen seit dieser Woche ein Schild mit ihrem Namen oder mit der Dienstnummmer am Revers tragen. Quelle: dpa

Berliner Polizeibeamte: Sie müssen seit dieser Woche ein Schild mit ihrem Namen oder mit der Dienstnummmer am Revers tragen.

BerlinBerliner Polizeibeamten müssen seit dieser Woche ein Schild mit ihrem Namen oder mit der Dienstnummmer am Revers tragen. Wie ein Polizeisprecher am Montag sagte, erhalten bis zu 16.000 Beamte seit Montag ihre Schilder und sind anschließend vom Dienstherrn angewiesen, sie zu tragen. Er bestätigte damit einen Bericht des „Tagesspiegel“ (Montagsausgabe). „Sie sind Ausdruck einer bürgernahen, weltoffenen Polizei“, sagte der Sprecher. Berlin ist das erste Bundesland, das die Namensschilder für uniformierte Beamte bindend einführt. In den anderen Ländern können die Beamten sich freiwillig Namen oder Dienstnummer anheften. 

Grüne, Linke und Menschenrechtsorganisationen wie Anmesty International hatten jahrelang für eine Kennzeichnung von Polizeibeamten gekämpft. Durch sie sollen Beschwerden von Bürgern gegen Polizeibeamte im Einsatz vereinfacht werden. Die Polizeigewerkschaften hatten sich gegen die Kennzeichnung gesperrt. Eine Schlichtungsstelle vermittelte im Januar dieses Jahres und handelte den Kompromiss aus, nach dem Beamte zwischen Namen und fünfstelliger Dienstnummer wählen können. 

Zwar ist die darauf folgende Geschäftsanweisung des Polizeipräsidenten schon seit mehreren Monaten in Kraft, doch habe die Herstellung der Schilder bis jetzt gedauert, berichtete der Sprecher. 

Die 7,5 Zentimeter langen Kunststoffschilder werden auf einer Lederlasche angebracht. „Sollten Beamte Doppelnamen haben, werden wir kreative Lösungen finden“, sagte der Sprecher. Die Schilder sind silberfarben mit schwarzer Schrift. Bis zum Herbst wird die Ausstattung der Bereitschaftspolizisten mit Namensschildern dauern, Polizisten in Spezialeinsatzkommandos tragen nach Auskunft der Polizei schon seit längerem Schilder mit ihrem Namen.

 

Von

afp

Kommentare (1)

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Nachwuchs

25.07.2011, 18:59 Uhr

Müssen jetzt die Demonstranten bzw. tragen diese jetzt auch Namensschilder oder gilt für diese die Vermummung wie bei Gerichtsverhandlungen?

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