Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.01.2014

18:07 Uhr

Bedeutende Flughäfen

Bund und Länder wollen „Tag und Nacht“-Betrieb

ExklusivFlughäfen mit „nationaler Bedeutung“ sollen künftig rund um die Uhr betrieben werden. Die Auswahl erfolgt von Bund und Länder gemeinsam. Das Konzept sieht aber mehr Lärmschutz und Mitspracherecht für Bürger vor.

Maschine bei nächtlicher Landung: Künftig soll der Bund mitentscheiden, welche Flughäfen nachts in Betrieb bleiben. dpa

Maschine bei nächtlicher Landung: Künftig soll der Bund mitentscheiden, welche Flughäfen nachts in Betrieb bleiben.

BerlinBund und Länder haben sich auf Grundzüge für ein nationales Luftverkehrskonzept verständigt, um die Wettbewerbsfähigkeit der Branche nachhaltig zu stärken. Die Experten-Kommission unter der Leitung des ehemaligen Verkehrsministers von Hessen, Dieter Posch (FDP), fordert, nationale bedeutsame Flughäfen zu definieren. Zudem soll der Bund eine größere Verantwortung bei der Flughafenplanung übernehmen. Bund und Länder sollen künftig gemeinsam festlegen, „welche Flughäfen von besonderer nationaler Bedeutung für die Leistungsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland sind“, heißt es in dem Konzept, das dem Handelsblatt vorliegt.

Im Passagierbereich sind dies etwa die Flughäfen Frankfurt und München, sowie im Frachtbereich Leipzig und Köln/Bonn. Diese Airports sollen künftig nicht nur Teil der Infrastrukturplanung des Bundes werden. An den wichtigen Drehkreuzen sollen Flugzeuge darüber hinaus auch „Tag und Nacht Fracht fliegen können“, sagt der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Michael Groschek (SPD).

Den vollständigen Artikel lesen Sie im Kaufhaus der Weltwirtscahft

Laut Groschek, Mitglied der Bund-Länder-Kommission, gehe es darum, „volkswirtschaftliche Prioritäten“ zu setzen. Für sein Bundesland sei dabei Prämisse, dass „Köln/Bonn für Frachtflüge rund um die Uhr geöffnet bleibt“. Zugleich soll laut Kommission aber auch der Lärmschutz verbessert und die Bürger in die Planung beim Bau und Ausbau von Flughäfen besser einbezogen werden.

Der Kommission gehörten neben Staatssekretären aus den Bundesministerien für Verkehr und Wirtschaft und Vertretern aus den Bundesländern Bayern, Brandenburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen unter anderem auch der Chef des Umweltbundesamtes und der neue Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Jochen Flasbarth, an. Die Große Koalition in Berlin hat sich zum Ziel gesetzt, ein „nationales Luftverkehrskonzept“ gemeinsam mit den Ländern umzusetzen.

Kommentare (28)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

14.01.2014, 18:53 Uhr

Zitat : Bund und Länder wollen „Tag und Nacht“-Betrieb

- dann sollen Bund und Länder diese Flughäfen an der Küste errichten, wo sie keinen stören.

Dummes Geschwätz !

Account gelöscht!

14.01.2014, 19:29 Uhr

@Vicario

Wozu neu errichten?
Kassel-Calden wartet sehnsüchtig auf landende und startende Flieger.

DEUFRA2011

14.01.2014, 19:54 Uhr

Neue klinische Studien belegen eindeutig den Zusammenhang von Fluglärm, insbesondere in der Nacht, und ansteigenden Zahlen der Kranken und Toten. Dann muss die Kommission des unsäglichen Herrn Posch dann auch bitte mal Auskunft geben wieviele Tausende zusätzliche tote Deutsche er bereit ist auf dem Altar dieser hypertrophen Industrie zu opfern. Die Bürgerinitiativen können ihm beim Rechnen helfen. Die Zahlen liegen vor.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×