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08.03.2012

20:01 Uhr

Bei CeBIT-Rundgang

Rösler wird mit Torte angegriffen

Bei seinem Rundgang auf der Computermesse in Hannover stürzte ein Mann auf den FDP-Chef zu und warf ein Stück Torte auf Rösler. Auf Anfrage hieß es, der Vizekanzler habe die Attacke schadlos überstanden.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler. dapd

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler.

Hannover/BerlinBundeswirtschaftsminister Philipp Rösler ist bei einem Rundgang auf der Computermesse CeBIT in Hannover attackiert worden. Ein 25 Jahre alter Mann stürzte am Donnerstagnachmittag im Gedränge vor dem Stand des Ministeriums plötzlich auf den FDP-Chef zu und griff dem Minister an den Hals.

Dann warf er nach Schilderung von Augenzeugen aus kurzer Distanz ein kleineres Stück Torte auf den Vizekanzler, bevor Sicherheitsleute des Bundeskriminalamtes den Angreifer zu Boden drückten. Das Tortenstück traf Rösler an Hals und Ohr. Die Sicherheitsleute übergaben den Angreifer der örtlichen Polizei. Rösler blieb unverletzt.

Der Minister erstattete nach Angaben der Polizei Strafanzeige gegen den 25-Jährigen. Die Beamten ermitteln nun wegen versuchter Körperverletzung und Sachbeschädigung. Warum der junge Mann Rösler attackierte, ist nach Angaben der Ermittler noch unklar. Die Beamten vernahmen den Mann auf der Wache, strafrechtlich ist er nach Angaben der Polizei bislang nicht aufgefallen.

Auch das Wirtschaftsministerium bestätigte den Vorfall. Rösler habe nach der Attacke seinen schon fast beendeten Rundgang fortgesetzt. Am Abend nahm Rösler in Berlin am Zapfenstreich für den zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff teil.

Eigentlich hatte Rösler auf der CeBIT ein Heimspiel. In Niedersachsen begann seine steile Karriere, dort war er Landeswirtschaftsminister und FDP-Fraktionschef im Landtag. Der 39-Jährige hat in Hannover ein Haus. Rösler pendelt zwischen Berlin und der Landeshauptstadt, um so oft wie möglich bei seiner Frau und den Zwillingstöchtern zu sein.

Eine Torten-Attacke musste Anfang Februar auch Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg überstehen. Der CSU-Politiker und neue Internet-Berater der EU-Kommission saß bei einem Gespräch im Berliner Stadtteil Friedrichshain mit einem Piraten-Politiker und Blogger zusammen. Dann stürmten Aktivisten in das Café und warfen Guttenberg eine Schwarzwälder-Kirschtorte ins Gesicht.

Von

dpa

Kommentare (14)

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Kuchen

08.03.2012, 20:39 Uhr

Schade um das Stück Torte! Die FDP ist ohnehin am Arsch. Und das ist gut so!
Freie Wähler voran!

Wir brauchen weniger Europa - nicht mehr!

zapfenstreich

08.03.2012, 20:48 Uhr

Die restlichen Freien-Drei-Prozent fliegen auf eine Luftnummer! Es rührt sich langsam etwas: kleines Lob! Wünschenswert wäre ein 14. Juli 1789 in D! In Berlin! Ein Zapfenstreich des Volkes! Wo bleibt er!!!

DERRichter

08.03.2012, 21:23 Uhr

Die FDP ist mir widerlich, und ich gönne ihr bei allen Wahlen nur das schlechteste. Gleichwohl muss man aber auch bei einem FDP-Mann wie Rössler die kulturellen und gesetzlichen Spielregeln beachten, und die sind nun mal, dass physische Angriffe, Tortenwürfe eingeschlossen, nicht hinnehmbar sind. Wer die FDP hasst, soll ihr das an der Wahluhrne und mit legaler! politischer und publizistischer Betätigung zeigen, aber eben nicht mit Ausrastern der um Artikel beschriebenen Art. Nieder mit der FDP und ihren Protagonisten, Jungs, aber bleibt legal.

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