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23.09.2014

14:10 Uhr

Bei der Marine

Hubschrauberprobleme seit 2011 bekannt

Die Marine hat derzeit mit Technikproblemen zu kämpfen, von den insgesamt 43 Hubschraubern sind nur noch fünf einsatzfähig. Jetzt kommt heraus: Die Materialschwäche ist lange bekannt, doch gemacht wurde noch nichts.

Erst in diesem Sommer die defekten Hubschrauber der Marine aus dem Verkehr gezogen, obwohl die Schwächen schon lange bekannt waren. dpa

Erst in diesem Sommer die defekten Hubschrauber der Marine aus dem Verkehr gezogen, obwohl die Schwächen schon lange bekannt waren.

Berlin/RostockDie Bundeswehr wusste Medienberichten zufolge schon seit mehr als drei Jahren von einer Materialschwäche bei den Marine-Hubschraubern vom Typ „Sea Lynx“. Die mehr als 30 Jahre alten Helikopter wurden trotzdem erst in diesem Sommer vorübergehend aus dem Verkehr gezogen.

„Spiegel Online“ zitierte am Dienstag aus einer internen Präsentation der Bundeswehr, nach der die Wartungsfirma im Januar 2011 bei insgesamt vier Maschinen auf einen „Ermüdungsbruch aufgrund schwellender Belastung“ am Heck gestoßen sei.

Der verteidigungspolitische Blog „Augen geradeaus!“ zitierte aus einer Untersuchung der Firma Eurocopter (heute Airbus Helicopters), nach der bereits 2011 Risse beim „Sea Lynx“ festgestellt wurden. „Die optische Bewertung der Risse und der umgebenden Struktur sprechen eindeutig für ein Ermüdungsversagen der Struktur“, heißt es darin. Die Heckkonstruktion sei sehr rissanfällig.

Am Montag war bekanntgeworden, dass bei 15 von 22 „Sea Lynx“-Hubschraubern der Heckschaden festgestellt wurde. Sechs weitere werden derzeit gewartet, einer fliegt seit vergangenem Freitag wieder. Von den insgesamt 43 Marine-Hubschraubern sind derzeit noch höchstens fünf einsatzfähig.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Herr Delete User Delete User

23.09.2014, 17:02 Uhr

Das Ganze fällt auf die Ära Guttenberg und de Maiziere zurück.

Insofern braucht sich niemand zu wundern.

Genauso gut hätte in dieser Zeit eine 80 Jährige die Truppe anführen können.

Die Bundeswehr ist zum technischen Müllplatz und einer Experimentierstube für unfähige Politiker geworden. Leider werden damit auch immer mehr Menschen in Gefahr gebracht und Leben zerstört.

Sowohl de Maiziere als auch Guttenberg haben nichts für ihre Fehlleistungen zu befürchten. Und ein schlechtes Gewissen hat von den beiden schon gleich gar keiner. Ohne Skrupel wurde mit spitzem Bleistift gerechnet, was ein paar Verluste (Menschenleben) gegenüber einer Modernisierung kosten.

Die Krönung sind allerdings de Maizieres Drohnenmillionen, die sinnlos verpulvert wurden, anstelle auf Instandhaltung zusetzen. Am besten wir schaffen die Bundeswehr ab! Dann brauchen wir auch keine unfähigen Verteidigungsminister mehr. Von der Leyen ist auch nicht mehr als Merkels zahnloser Tiger...

Herr Manfred Zimmer

23.09.2014, 18:42 Uhr

Ich stimme Ihnen nicht zu. Es sei denn, dass Sie behaupten, dass keine fähigeren Verteidigungsminister zu finden wären.

Ich mache einen Gegenvorschlag, der von uns allen Respekt einfordern würde: Die Verteidigungsministerin sucht händeringend Freiwillige für die Ebola-Einsätze in Afrika, geködert mit dem Versprechen, dass alle wieder nach Deutschland zurückkehren. Ist namentlich bekannt, wer der Bundestagsabgeordneten sich schon in die Freiwilligenliste eingetragen haben?

Über jeden Bundestagsabgeordneten, der sich für diesen Dienst an der Gemeinschaft meldet, denke ich fortan anders.

Herr Delete User Delete User

24.09.2014, 19:39 Uhr

@M. Zimmer

Die Abschaffung der Bundeswehr bezieht sich in erster Linie auf Ihre im nachhinein geäußerte Vermutung "Es sei denn, dass Sie behaupten, dass keine fähigeren Verteidigungsminister zu finden wären".


Von der Leyen führt das fort, was ihre beiden direkten Vorgänger begonnen haben. Unverfroren spricht sie auch noch von einer Hochleistungstruppe. Was soll der Quatsch? Wenn wir militärisch abrüsten wollen, geht das sicherlich einfacher, als die gesamte Technik verrotten zu lassen.


In der Bundesregierung muss langsam mal das unfähige Personal von Merkel überprüft und entfernt werden. Es ist unverständlich, dass die Diätenerhöhungen unserer Politiker von der breiten Bevölkerung so teilnahmslos hingenommen werden.

Mit einer Petition oder einem Volksentscheid sollten die Diäten um mindestens 40% und Pensionen 60% gekürzt werden.

Wer als Politiker Nebenjobs nachgeht, sollte bei eklatanten Missständen in seinem Ressort nachträglich regresspflichtig werden. De Maiziere wären, wenn er weiterhin Verteidigungsminister geblieben wäre, alle heute aufgedeckten Probleme, von denen er schon seit Jahren wusste, vor die Füsse gefallen. So aber, kann er sich zurücklehnen und von der Leyen übergibt in 3 Jahren eine Bundeswehr, die überhaupt kein einsatzfähigen Maschinen mehr besitzt.

So eine Bundeswehr brauchen wir nicht. Wir alle fahren doch auch nicht mit einem durchtrennten Sicherheitsgurt Auto. Im Ernstfall ist das tödlich. Die Bundesregierung hat in der Vergangenheit und setzt heute das Leben unserer SoldatenInnen skandalös aufs Spiel.


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