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12.10.2014

10:36 Uhr

Bei Rostock

Brandsätze auf Asylbewerberheim geworfen

Anschlag in der Nacht zu Sonntag: Unbekannte haben auf ein Asylbewerberheim bei Rostock zwei Brandsätze geworfen – das Gebäude geriet allerdings nicht in Brand. Die Polizei ermittelt.

Die sofort eingeleitete Fahndung nach den Tätern mit mehreren Funkstreifenwagen führte bislang nicht zum Erfolg. dpa

Die sofort eingeleitete Fahndung nach den Tätern mit mehreren Funkstreifenwagen führte bislang nicht zum Erfolg.

Rostock, Groß LüsewitzAuf ein Asylbewerberheim in der Nähe von Rostock haben Unbekannte zwei Brandsätze geworfen. Nach Angaben der Polizei schleuderten die Täter in der Nacht zu Sonntag zwei mit einer brennbaren Flüssigkeit gefüllte Bierflaschen gegen die Hauswand der Unterkunft in Groß Lüsewitz. Das Gebäude geriet nicht in Brand.

Menschen seien „zu keinem Zeitpunkt“ in Gefahr gewesen, teilte die Polizei mit. In dem Heim seien derzeit acht Familien verschiedener Nationalitäten untergebracht.

Wo Flüchtlinge in Deutschland wohnen

Flüchtlingswohnheime

In der Regel werden Asylsuchende in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Vor allem die Zustände in den zentralen Einrichtungen der Länder, in denen die Flüchtlinge nur kurz bleiben sollen, stehen in der Kritik. Oft müssen Männer, Frauen und Kinder auf engem Raum zusammenleben. (Quelle: dpa)

Wohnungen

Verschiedene Kommunen bringen Flüchtlinge in Privatwohnungen unter. Allerdings gibt das der Wohnungsmarkt nicht in allen Städten her - auch weil die Mieten zu hoch sind.

Schulen, Altenheime, Kasernen

In manchen Städten stehen Gebäude leer, die einst für Schüler, Alte oder Soldaten gebaut wurden. Nun leben Flüchtlinge darin - etwa in Heidelberg in einer alten Kaserne.

Container und Zelte

Container und Zelte können recht schnell aufgebaut werden. Das macht sie an vielen Orten im Notfall beliebt. Anwohner stören sich allerdings nicht selten an den Zeltstädten.

Hotels

Aus Touristenziel wird Flüchtlingsunterkunft. In der Not mieten Behörden auch Zimmer in nicht ausgelasteten Hotels an. So wurde in Sachsen ein altes Vier-Sterne-Haus umfunktioniert.

Wohnschiffe

Schwimmende Schlafplätze für Flüchtlinge hat es in der Vergangenheit bereits gegeben - etwa in Hamburg. Die Hansestadt plant nun erneut, Wohnschiffe für Asylsuchende ankern zu lassen.

Die sofort eingeleitete Fahndung nach den Tätern mit mehreren Funkstreifenwagen führte bislang nicht zum Erfolg. „Wir gehen von einem politischen Hintergrund aus“, sagte ein Polizeisprecher. Die Unterkunft werde vorerst rund um die Uhr durch Beamte geschützt. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen versuchter schwerer Brandstiftung.

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