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26.10.2011

16:53 Uhr

Beitragssenkung

Rentenbeitrag sinkt 2012 wohl auf 19,6 Prozent

Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung soll voraussichtlich Anfang 2012 um 0,3 Prozent sinken. Dies würde eine milliardenschwere Entlastung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber bedeuten.

Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung könnte Anfang 2012 gesenkt werden. dpa

Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung könnte Anfang 2012 gesenkt werden.

BerlinDer Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung sinkt Anfang 2012 voraussichtlich von derzeit 19,9 auf 19,6 Prozent. Nach den derzeit vorliegenden Daten sei eine Beitragssenkung in diesem Umfang möglich, sagte ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums am Mittwoch in Berlin. Die endgültige Entscheidung soll Mitte November fallen. Eine Senkung um 0,3 Beitragssatzpunkten bedeutet eine Entlastung von insgesamt 2,8 Milliarden Euro, die je zur Hälfte Arbeitnehmern und Arbeitgebern zugute kommt.

Grund für die voraussichtliche Beitragssenkung ist, dass die Rücklagen der Rentenversicherung im Jahr 2012 die Grenze von 1,5 Monatsausgaben übersteigen werden. Nach den gesetzlichen Vorgaben ist eine Beitragssenkung dann zwingend geboten.

Der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Weiß, erwartet nach 2012 weitere Beitragssenkungen. „Die gute Einnahmenentwicklung der Rentenversicherung könnte dazu führen, dass der Rentenversicherungsbeitrag bereits zum 1. Januar 2013 nochmals auf dann 19,2 Prozent gesenkt würde“, erklärte er in Berlin.

Dieser Beitrag könnte dann stabil beibehalten werden bis zum Jahre 2019. Die gute Entwicklung zeige, dass das System der gesetzlichen Rentenversicherung „trotz der Finanzkrise eines der stabilsten und sichersten Systeme in Europa ist“, erklärte der CDU-Politiker.

Auf positive Nachrichten können sich auch die 20 Millionen Rentner freuen: Der Rentenzuwachs dürfte Berichten zufolge im kommenden Jahr bei rund 1,5 Prozent liegen, nachdem die Erhöhung in diesem Jahr nur etwa ein Prozent betragen hatte. 

Von

afp

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

26.10.2011, 17:32 Uhr

Das glaube ich so nicht, denn wir werden in Kürze mehr Arbitslose bekommen.
Die ersten Firmen fangen ja bereits an. Gerade im Energeibereich werden sher sehr viele Leute freigesetzt werden und wie ich heute las, auch die Banken entlassen und da geht es dann nicht mehr nur um ein paar Hundert.
Wir werden also merh Arbitslose und weniger Beitragszahler bkeommen, eine Senkung des Beitrags wird von daher nicht möglich sein

Beitragszahler

26.10.2011, 18:12 Uhr

Der Rentenbeitragssatz lag bis in die 70er bei 14%. Die Mehrzahl der heutigen Rentner haben für ihre Rente jahrzehntelang nur diesen Satz bezahlen müssen. Eine Beitragssenkung auf 14% wäre deshalb generationengerecht- Die Entlastungen der Arbeitnehmer i.H. von 56 Mrd Euro/Jahr ließen sich auch ohne Rentenkürzung ohne weiteres durch Vermögenssteuern gegenfinanzieren. Und Arbeit würde sich wieder lohnen. Was natürlich keiner ernsthaft will.

Pessimisten_und_Blender-Hasser

26.10.2011, 18:16 Uhr

Völlig unrealistische Dauerschwarzseher sollten sich auch mal mit Grundlagen der Wirtschaft befassen - dann kämen sie jedoch zu von ihnen nicht gewünschten Ergebnissen!

Leute, die sich über alles und jeden aufregen sollten eher einen Arzt aufsuchen. Aber so sind viele Handelsblattleser ... leider!
Dass es sich da anpasst und lieber kleinste Haare in der Suppe als Aufmacher bringt, anstatt wirklich bedeutend positive Nachrichten, verwundert keinen mehr.

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