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19.01.2015

09:06 Uhr

Beleidigung oder Schwarzfahren

Polizei will Alltagsarbeit los werden

Beleidigung, Sachbeschädigung oder Schwarzfahren – wenn es nach der Gewerkschaft der Polizei geht, müssen sich die Ordnungshüter damit in Zukunft nicht mehr beschäftigen. Die Belastung sei zu hoch.

Polizeieinsatz in Magdeburg: Kein Einsatz mehr bei kleineren Straftaten? dpa

Polizeieinsatz in Magdeburg: Kein Einsatz mehr bei kleineren Straftaten?

EssenKleinere Straftaten könnten einem Bericht zufolge künftig nur noch als Ordnungswidrigkeit geahndet werden, womit Polizeikräfte dort nicht mehr zum Einsatz kommen müssten. Wie die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ am Montag berichtete, reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mit diesen Plänen sowohl auf neue personelle Belastungen durch Terrorismusgefahren und Kriminalität, als auch auf drohende Pensionierungen.

Der stellvertretende Vorsitzende der GdP, Arnold Plickert, sagte der Zeitung, zu diesen kleineren Straftaten könnten Delikte wie Beleidigung, Sachbeschädigung oder Schwarzfahren zählen. Künftig soll die Ahndung eines Vergehens als Ordnungswidrigkeit demnach dann ausreichen, wenn sie nicht von Mehrfachtätern verübt werde.

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Plickert sagte zu den wachsenden Gefahren, in manchen Vorstädten im Ruhrgebiet regierten mittlerweile Jugendbanden, die der Polizei signalisierten: „Hier haben wir das Sagen, hier gilt kein deutsches Recht.“ Die Polizei müsse deshalb konsequent gegen das Entstehen rechtsfreier Räume vorgehen.

Von

afp

Kommentare (9)

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Herr wulff baer

19.01.2015, 09:45 Uhr

Solange die Bullen in Regimentsstärke auf Sportplätzen den Terror der deutschen Brot-und-Spiele-Idioten kontrollieren müssen und Tausende Polizei-Wegelagerer kontrollieren, ob einer ein Handy am Ohr hat oder ob sein Verbandskasten noch zugelassen ist, oder ob einer mehr als 10g Hasch bei sich hat - solange gibts Reserven bei der Polizei und das ganze Genöhle ist gegenstandslos.

Herr Teito Klein

19.01.2015, 10:03 Uhr

@ Wulff baer
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Sie haben recht!
Die Bullen kümmern sich lieber um Parksünder, Raser, Fußballspiele etc.
In Gegenden, die von Parallelgesellschaften beherrscht werden, wagen sie sich nicht mehr hin.
Auch bei Auseinandersetzungen im einschlägigen Milieu wagen sie erst zu erscheinen, wenn die Täter geflüchtet sind.

Herr Peter Spiegel

19.01.2015, 11:09 Uhr

Ich hab mal in Frankfurt an der Konsti gesehnen, wie ein
Polizist Strafzettel geschrieben hat und sich dabei krampfhaft bemühte, die arabischen Rauschgifthändler bei
ihren beruflichen Tätigkeiten zu übersehen. War recht schwierig für den Polizisten, denn der Abstand war ca. zwei Meter zum Zuwanderer.

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