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19.01.2013

12:29 Uhr

BER-Debakel

Ramsauer will schonungslose Aufklärung

Der Bundesverkehrsminister möchte die Pannenserie des Hauptstadtflughafens lückenlos aufklären – egal, wen es am Ende trifft. Die Berliner CDU plant derweil schon Flüge nach Schönefeld zu verlagern.

Großbaustelle Großflughafen: In Berlin wird nach Verantwortlichen geforscht. dapd

Großbaustelle Großflughafen: In Berlin wird nach Verantwortlichen geforscht.

BerlinBundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat eine lückenlose Aufklärung des Debakels um den Bau des Berliner Großflughafens BER zugesagt. Es müsse "sauber aufgearbeitet" werden, wer "für welche Schlamperei haften muss", sagte Ramsauer dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Hier darf es keine Vertuschung geben." Falls Haftungsansprüche festgestellt würden, werde niemand geschont. Auf die Frage, ob dies auch für die Politiker und Staatssekretäre in den Aufsichtsräten gelte, antwortete Ramsauer: "Aufsichtsratsmitglieder haben nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten."

Der CSU-Politiker zeigte sich überzeugt, dass sich der Flughafen trotz der Bauverzögerungen langfristig gut entwickeln wird. "Es ist doch nicht nur Murks gebaut worden da draußen. In zehn Jahren, wenn dieser Flughafen mal eine Zeit gut gelaufen ist, wird das ein absolut positives Projekt." Der Hauptstadtflughafen BER werde "eine Visitenkarte für unser Land" sein.

Peter Ramsauer verspricht lückenlose Aufklärung. dapd

Peter Ramsauer verspricht lückenlose Aufklärung.

Ramsauer sprach sich dafür aus, die Verzögerung dazu zu nutzen, den Flughafen schneller zu erweitern als bisher geplant. Bereits jetzt und nicht erst wie bisher geplant bei laufendem Verkehr sollte die alte Nordbahn von Berlin-Schönefeld saniert werden, sagte der Minister. Dies spare Geld. Zudem könne der Flughafen dann beim nächsten Eröffnungstermin gleich von Anfang an mit größerer Flugkapazität und zwei hochmodernen Rollbahnen durchstarten. Auf einen neuen Eröffnungstermin wollte sich Ramsauer erneut nicht festlegen.

Die Berliner CDU möchte derweil Dutzende Flüge von Tegel zum bisherigen Airport in Schönefeld verlagern. Es sei wichtig, die Anwohner des Flughafens Tegel zu entlasten, erklärte CDU-Generalsekretär Kai Wegner am Samstag in Berlin. Der Landesvorstand der Christdemokraten hatte zuvor ein Papier zur Zukunft des Berliner Luftverkehrs beschlossen. Danach soll es Anreize für die Airlines geben, Flüge in Schönefeld statt in Tegel starten und landen zu lassen. „Mehr als 300 Flugbewegungen in Tegel gegenüber weniger als 100 Bewegungen in Schönefeld stellen keine befriedigende Situation dar“, heißt es in dem CDU-Beschluss.

Kommentare (14)

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Lilly

19.01.2013, 13:00 Uhr

Dazu die Sendung "Kontrovers" vom 16.1.2013

http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/kontrovers/130116-kontrovers-sendung-100.html

ab Minute 14:50

Account gelöscht!

19.01.2013, 13:09 Uhr

Wo war Ramsaur denn die ganze Zeit?
eine Leute sitzen doch auch im Vorstand und ein Mann aus Schäubles Ministerium.
Haben die geschlafen?
Es sind doch alles Heuchler. Jetzt schiebt man sich gegenseitig die Schuld zu, wie primitiv

Account gelöscht!

19.01.2013, 13:42 Uhr

Klar, schonungslose Aufklärung, das kennen wir doch. Da wird nichts passieren und es wird auch gehen.

Eine Krähe hackt der anderen doch kein Auge aus. Das wäre ja mal was ganz Neues.

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