Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.03.2014

08:21 Uhr

BER

Wowereit bittet um Geduld beim Pannen-Flughafen

Vor zwei Jahren wurde die Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens abgesagt. Doch Berlins Bürgermeister vermeidet öffentlichen Termindruck auf Betreiberchef Mehdorn. Gegen die Partner aus Brandenburg zeigt er mehr Härte.

Im Mai 2012 zeigte sich der Regierende Bürgermeister Berlins noch optimistisch am neuen Hauptstadtflughafen. dpa

Im Mai 2012 zeigte sich der Regierende Bürgermeister Berlins noch optimistisch am neuen Hauptstadtflughafen.

BerlinWann der neue Hauptstadtflughafen in Betrieb geht, bleibt auf absehbare Zeit unklar. „Es macht keinen Sinn, einen Eröffnungstermin zu nennen, solange etliche bauliche Maßnahmen noch nicht vollendet sind“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) der Nachrichtenagentur dpa. „Insofern bitte ich da um etwas Geduld.“ Auch bei der nächsten Aufsichtsratssitzung am 11. April wird demnach kein Eröffnungstermin genannt.

Flughafenchef Hartmut Mehdorn müsse die Chance bekommen, seine Vorhaben auf der Baustelle umzusetzen. Der 71-Jährige führe seine Aufgaben mit Verve aus, lobte Wowereit. Wenn es etwas zu kritisieren gebe, werde er das in den Gremien der Flughafengesellschaft ansprechen, sagte der Aufsichtsratschef. „Jetzt geht es darum, dass er die Chance bekommt, das umzusetzen, was in der Planung ist.“

Ein halbes Jahr vor der Landtagswahl in Brandenburg schloss Wowereit aus, dem Potsdamer Dringen auf längere Verbotszeiten für Nachtflüge nachzugeben: „Es gibt ein Nachtflugverbot, das ist rechtlich nicht mehr anzugreifen, und es gibt aber auch die Randzeiten, in denen es Ausnahmen gibt.“

Neuer Hauptstadtflughafen: Ein Prozent Fortschritt in vier Monaten

Neuer Hauptstadtflughafen

Ein Prozent Fortschritt in vier Monaten

Hartmut Mehdorn war erkrankt, deshalb verkündete sein Planungsleiter die Schreckensnachricht im Sonderausschuss: Bei den Mängeln gebe es „keinen signifikanten Rückgang“. Der Hauptstadtflughafen tritt auf der Stelle.

Diese Randzeiten seien wichtig für die Weiterentwicklung des Flughafens. „Da wird Berlin nicht dran rütteln lassen, der Bund auch nicht“, meinte Wowereit. Im Zentrum könne jetzt nicht die Frage stehen, wie Berlin Brandenburg entgegenkomme oder nicht. Trotz der Querelen in den vergangenen Wochen bejahte Wowereit die Frage, ob er das Nachbarbundesland noch für einen verlässlichen Partner halte.

Der genaue Betriebsbeginn ist nach mittlerweile vier geplatzten Eröffnungsterminen unklar, möglich erscheint im Moment ein Start 2016. „Wir werden nur dann einen Termin sagen, wenn der auch wirklich so belastbar ist, dass er nach aller Wahrscheinlichkeit nicht mehr infrage steht“, sagte Wowereit. „Ich selbst bin eigentlich ein sehr ungeduldiger Mensch, aber beim Flughafen muss man Geduld lernen.“

Von

dpa

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

25.03.2014, 09:03 Uhr

Unerhört und unzumutbar dieser Typ! Wowereit gehört abgesetzt und zwar sofort.

Account gelöscht!

25.03.2014, 09:32 Uhr

Wenn ich diesen ständig grinsenden Kerl nur sehe, könnte ich ........!

Account gelöscht!

25.03.2014, 11:53 Uhr

Typisch Berlin: Riesenmundwerk, Großmannssucht und nichts dahinter, sich von anderen (Länderfinanzausgleich) aushalten lassen. Und das nicht erst seit gestern, sondern seit Jahrzehnten.
"Arm, aber sexy" ist eben *keine* Qualifikation!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×