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13.01.2004

13:08 Uhr

Beratung und Hilfe tut Not

Eichel sorgt für Ansturm auf Minijob-Zentrale

Damit hat Bundesfinanzminister Hans Eichel wohl nicht gerechnet: Die geplante Bestrafung von Schwarzarbeit in Haushalten führt zu einen Ansturm auf die Minijob-Zentrale. Täglich gingen mehr als 20 000 Anrufe von verunsicherten und verängstigten privaten Arbeitgebern und nicht gemeldeten Haushaltshilfen im Service Center der Zentrale ein, berichtete die Bundesknappschaft am Dienstag in Essen.

HB ESSEN. Sonst seien es weniger als die Hälfte. Die Anrufer wollten sich informieren oder gleich anmelden.

In 1,5 bis 2,9 Mill. Haushalten wird nach Angaben der Minijob- Zentrale in Deutschland „schwarz“ geputzt oder gegärtnert. „Häufig ist es nur ein Informationsdefizit, dass private Arbeitgeber und Haushaltshilfen das Arbeitsverhältnis nicht als Minijob anmelden“, sagte Claudia Müller, Sprecherin der Essener Minijob-Zentrale, der Nachrichtenagentur dpa. Ein Anruf im Service Center oder der Klick ins Internet ziehen zumindest keine Nachprüfung in den Haushalten nach sich. „Bestrafung ist nicht unsere Sache“, betonte Müller. „Wir wollen informieren und helfen.“

Haushaltshilfen können im Monat bis zu 400 € verdienen. Der private Arbeitgeber zahlt neben dem Verdienst an die Hilfe noch zwölf Prozent pauschale Abgaben (Steuern, Renten- und Krankenversicherung) an die Minijob-Zentrale. Zehn Prozent der Gesamtaufwendung kann der Arbeitgeber von der Steuer absetzen. Die Putz- oder Gartenhilfe kann bis zu einer Grenze von 400 € die Arbeit auf mehrere Haushalte verteilen. Der Arbeitgeber zahlt dann jeweils den entsprechenden Anteil an Haushaltshilfe und Minijobzentrale. Der Beschäftigte kann die Differenz zum normalen Rentenversicherungs-Beitragssatz selbst dazuzahlen und so volle Rentenansprüche erreichen.

Die Minijob-Zentrale im Internet: www.minijob-zentrale.de

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