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14.11.2012

16:49 Uhr

Bericht der Bundesbank

Immobilien-Warnung alarmiert Koalition

In Ländern wie den USA und Spanien haben Übertreibungen an Immobilienmärkten verheerende Folgen nach sich gezogen. Dass die Bundesbank jetzt vor einer ähnlichen Entwicklung in Deutschland warnt, alarmiert die Politik.

BerlinDie Warnung der Bundesbank vor einer Überhitzung am deutschen Immobilienmarkt hat Politiker von CDU und FDP alarmiert. „Die Befürchtungen der Bundesbank sind ernst zu nehmen. Solche Immobilienblasen sind häufig Auslöser von Finanzkrisen“, sagte der Vize-Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Volker Wissing, Handelsblatt Online. „Die Finanzaufsicht muss das Risikomanagement der Banken streng überwachen.“

Der Vize-Vorsitzende der Unions-Fraktion im Bundestag, Michael Meister, vertraut auf das Krisenmanagement der Europäischen Zentralbank (EZB), notfalls einzugreifen, sollte es zu Preisblasen kommen. EZB-Präsident Mario Draghi habe im Bundestag versichert, dass die Zentralbank rechtzeitig mit geldpolitischen Instrumenten die Liquidität aus dem Markt nehmen werde. „Ich gehe davon aus, dass dies geschehen wird“, sagte Meister Handelsblatt Online. Auch wenn die Bundesbank für die Finanzstabilität in Deutschland derzeit keine destabilisierende Wechselwirkung zwischen Preisniveau und Kreditvergabe sehe, sei es wichtig, dass sie diese „Entwicklung beobachtet und Hinweise für ein rechtzeitiges Gegensteuern gibt“.

Ein Baustellenschild steht vor dem Rohbau eines Einfamilienhauses in Straubing (Niederbayern/Archivbild vom 23.09.2009). dpa

Ein Baustellenschild steht vor dem Rohbau eines Einfamilienhauses in Straubing (Niederbayern/Archivbild vom 23.09.2009).

Zwar gebe es noch keine Anzeichen für eine Spekulationsblase und ernste Risiken für die Finanzstabilität, hatte zuvor Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Lautenschläger und ihr Vorstandskollege Andreas Dombret bei der Vorstellung des jährlichen Finanzstabilitätsberichts der deutschen Notenbank am Mittwoch erklärt. Allerdings berge der teils kräftige Anstieg der Immobilienpreise in und rund um sieben deutsche Großstädte und vor allem in Berlin inzwischen Gefahren.

Sollte es zu Preisblasen in den Ballungszentren kommen, könne dies die Finanzstabilität "erheblich gefährden". Noch sei das Wachstum der Immobilienkredite mit 1,2 Prozent im vergangenen Jahr zu gering gewesen und die Vergabepraxis bei den Krediten traditionell so konservativ, um überhaupt von etwas Vergleichbarem wie einer Kreditblase sprechen zu können, betonte Dombret. Das finanzielle Umfeld und die Entwicklung der vergangenen Monate sprächen jedoch dafür, dass die Gefahren eher zu- als abnähmen. "Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass es gerade im Umfeld niedriger Zinsen und hoher Liquidität zu Übertreibungen an den Immobilienmärkten kommen kann." Dagegen hatte Allianz -Vorstand Maximilian Zimmerer am Dienstag noch beschwichtigt: "In Großstädten wie München sind die Preise gestiegen, sie sind aber im internationalen Vergleich noch nicht besonders hoch."

Auch die Bundesregierung sah zuletzt keine Anzeichen für eine Blasenbildung, wie aus einer im Juni veröffentlichten Antwort auf einer Grünen-Anfrage hervorgeht. Sie beruft sich dabei auf Einschätzungen der Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Demnach sind die Preise nicht in Deutschland, sondern in einigen anderen Ländern stark angestiegen „und zeigten vor Ausbruch der Finanzkrise deutliche Überbewertungen an“. Genannt werden von der Bundesregierung in diesem Zusammenhang die USA, das Vereinigte Königreich, Irland und Spanien. „Von einer solchen blasenartigen Entwicklung ist der deutsche Immobilienmarkt noch weit entfernt, zumal die Hypothekarkreditvergabe in relativ moderatem Tempo zunimmt“, stellt die Bundesregierung fest.

Preisentwicklung bei Wohnimmobilien seit der Eurokrise

Berlin

Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1899 Euro*
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 24 Prozent

* Kriterien: Durchschnittsimmobilie, 30 Jahre alt, gepflegter Zustand

Bremen

Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1180 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 10 Prozent

Dortmund

Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1252 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 1 Prozent

Dresden

Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1692 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 19 Prozent

Düsseldorf

Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 2237 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 21 Prozent

Erfurt

Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1718 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 15 Prozent

Essen

Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1243 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 0 Prozent

Frankfurt

Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 2427 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 17 Prozent

Freiburg

Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 2625 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 28 Prozent

Hamburg

Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 2464 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 30 Prozent

Hannover

Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1479 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 16 Prozent

Kiel

Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1506 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 16 Prozent

Köln

Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1994 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 17 Prozent

Leipzig

Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1426 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 7 Prozent

Magdeburg

Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 889 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 8 Prozent

Mainz

Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1805 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 8 Prozent

Mannheim

Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1788 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 13 Prozent

München

Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 3692 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 33 Prozent

Nürnberg

Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1827 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 22 Prozent

Stuttgart

Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 2346 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 15 Prozent

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

14.11.2012, 17:53 Uhr

Alarmiert die Politik? LOOOOL Hallo? Was meint denn hier einer was diese Politik tut dagegen? Diesen Halunken haben wir doch eigentlich den kompletten aktuellen Zustand zu verdaken und wie man inkompeten, neun...völlig hirnverdummbeutelt Dinge anpackt und wirklich das letzte aus dem Bürger rausquetscht zeigt doch welch Geisteskind unsere Politiker sind.

Macht und versucht alles aber in Gottes Namen bringt die Politik nicht ins Spiel und lasst sie bloss nichts anpacken....es wird sonst das nächste Desaster kommen. Da geb ich alles besser einem 4jährigen in Verantwortung, da kommt mehr bei raus.

KriminellePolitbagage

14.11.2012, 17:58 Uhr

Immobilien-Warnung alarmiert Koalition


Hahahaha

>>>> „Immobilien-Warnung alarmiert Koalition“ <<<<

Wenn diesen Scheiß TATSÄCHLICH jemand glaubt, sollte er tot umfallen.

Denn blöder geht’s nimmer!!!

Wenn der Wahrheitsgehalt bei 100% liegt,
dass die Koalition durch die Immobilien-Warnung alarmiert wurde,
dann gehören diese Lügenbarone geschlossen ins Gefängnis!

Wo ist diese „sonderbare“ Justiz?

Wo torkelt der Staatsschutz eigentlich rum?!

Um Deutschland und sein Volk zu schützen????????

Deutschland.AM.ABGRUND

14.11.2012, 18:23 Uhr

Hahahahahaha…

>>> Die Lügenbarone mimen die Überraschten <<<
+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+
CIA prophezeit Bürgerkrieg in Deutschland
Brainlux Contor | 22. Oktober 2010, 10:31 Uhr
Europa am Scheideweg und die Armseligkeit des Staates der Dichter und Denker.

Was lange gärt, wird endlich Wut: Die renommierte “Washington Post” zitierte unlängst den Boss des amerikanischen Geheimdienstes CIA, Hayden, mit den Worten, dass Deutschland spätestens im Jahre 2020 nicht mehr regierbar sei. Der Werteverfall, die Islamisierung, die Massenarbeitslosigkeit und der fehlende Integrationswille einiger Zuwanderer, die sich “rechtsfreie ethnisch weitgehend homogene Räume” selbst mit Waffengewalt erkämpfen würden, sowie viele andere deutsche Probleme werden sich nach dieser Studie in einem Bürgerkrieg entladen.

Seit geraumer Zeit erkennen wir bereits Anzeichen für das bevorstehende Unheil. Und wir erkennen gleichzeitig, dass der geduldige Deutsche seiner Geduld eigentlich schon längst ein Ende gesetzt hat. In Brand gesteckte Autos, Anschläge auf die Polizei, Gewaltorgien bei Demonstrationen, die allgemein steigende Gewaltbereitschaft, ohne auf Argumentationen zu setzen, sind in deutschen Landen bereits an der Tagesordnung. übermäßiger Alkoholmissbrauch, gesteuerte Bildungs- und Beschäftigungsdefizite sowie kriminelle Vereinigungen und Kleinstorganisationen unterstützen diesen unheilvollen Weg, den Deutschland eingeschlagen hat.

Trennt sich die “Spreu vom Weizen”?
Die durch die Lobbyisten gesteuerten Klientel-Politiker halten es hingegen mit den drei Affen: Nichts hören, nichts sehen und nicht darüber reden…
http://www.readers-edition.de/2010/10/22/cia-prophezeit-buergerkrieg-in-deutschland/

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