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20.07.2011

08:02 Uhr

Berlin-Bonn-Gesetz

Bonner Beschäftige wehren sich gegen schnellen Umzug

Trotz Versicherungen seitens der Bundesregierung, das Berlin-Bonn-Gesetz nicht anzufassen, scheinen Fakten für einen Umzug geschaffen zu werden. Dagegen wollen sich Bonner Beschäftigte zur Wehr setzen.

Der Sitz des Verteidigungsministeriums in Bonn auf der Hardthöhe. Quelle: dpa

Der Sitz des Verteidigungsministeriums in Bonn auf der Hardthöhe.

BerlinBonner Beschäftigte des Verteidigungsministeriums fordern von Kanzlerin Angela Merkel, die Umzugspläne von Verteidigungsminister Thomas de Maizière (beide CDU) zu bremsen. "Wenn Sie dieser Regelung zustimmen würden, gäbe es einen sogenannten "Rutschbahneffekt" aller Ministerien von Bonn nach Berlin", warnt der Personalrat beim Verteidigungsministerium nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" in einem Brief an Merkel.

Die Mitarbeiter am ersten Dienstsitz Bonn seien "stark verunsichert" und "in ihrem Vertrauen enttäuscht", zitiert das Blatt aus dem ihm vorliegenden Schreiben. Trotz aller Beteuerungen der Bundesregierung, dass das Berlin-Bonn-Gesetz nicht angefasst werde, "sollen offensichtlich Fakten geschaffen werden".

Dem Schreiben zufolge habe der Minister die Beschäftigten auf Personalversammlungen im Juni über seine Reformpläne für das Ministerium informiert. Dabei habe er angekündigt, dass das Ministerium ab März 2012 seine neuen Strukturen einnehmen solle und er bei diesem Schritt "möglichst viele" Mitarbeiter aus Bonn nach Berlin holen wolle. Insgesamt will de Maizière sein Ressort von aktuell rund 3.200 auf 2.000 Beschäftigte verkleinern. Derzeit arbeiten noch rund 2.700 zivile Mitarbeiter und Soldaten am Dienstsitz Bonn.

Die Personalräte machen laut "Financial Times Deutschland" klar, dass es ihnen grundsätzlich nicht um eine komplette Blockade des Umzugs gehe, sondern um das Tempo. Eine "ausreichend lange Übergangsfrist" würde es erlauben, für jene Mitarbeiter, die nicht mit nach Berlin möchten, einen "angemessenen Dienstposten" im Großraum Bonn zu finden.

Von

dpa

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

20.07.2011, 09:16 Uhr

Mit welchem Recht, wollen diese Damen und Herren nicht nach Berlin???
Von wem werden sie bezahlt???
Wir deutschen Steuerzahler können und wollen uns keine überteure Doppelministerien mehr aufdrängen lassen.
Sofortiger Umzug nach Berlin, wer dieser Aufforderung nicht nachkommt, kann ja Kündigen, genauso wie in der freien Wirtschaft.
Basta.
Danke

Zechenzahler

20.07.2011, 09:21 Uhr

endlich mal ne gute sache und dann streuben sich die sesselfurzer wieder mal. wozu brauchen wir denn noch ein verteidugungsministerium? achja. um in afghanistan kleine kinder zuzubomben. einerseits sind keine mittel da für die bundeswehr und diese wird verkleinert, aber die büroheinis kleben an ihren stellen wie scheißhausfliegen am dung. hier wird mit zweierlei maß gemessen und wer badets am ende aus? der allgemeine steuerzahler.

Account gelöscht!

20.07.2011, 10:00 Uhr

Umziehen!
"Bäfell ist Bäfell!" (Josef Schwaik)
(Und nehmt die Arbeitslosen in
Meckenheim in einem gleich mit.)

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