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13.01.2011

21:48 Uhr

Berlin ringt um Führung

Feuerwerk an Gerüchten torpediert die Euro-Rettung

Das Jahr 2011 scheint zu beginnen wie das Jahr 2010 geendet hat - mit Konfusion in der Euro-Debatte. Erneut ist ein Feuerwerk an Gerüchten darüber in Umlauf gesetzt worden, was vor allem Deutschland als größter EU-Staat tun wird.

Merkel: Euro-Debatte in vollem Gange. DAPD

Merkel: Euro-Debatte in vollem Gange.

HB BERLIN. „Berlin unterstützt eine größere Rolle des Rettungsfonds“ titelte etwa die britische „Financial Times“ am Donnerstag. Mit der Überschrift „Merkel kritisiert Vorschläge zur Erweiterung des Euro-Rettungsschirms“ macht dagegen die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am selben Tag auf. An den Kapitalmärkten murren die Akteure wieder über die europäische Kakophonie, in der munter über einen Mix an kurzfristigen Krisen- und langfristigen Strukturmaßnahmen debattiert wird.

Zwar dementiert die Bundesregierung vehement, dass sie jetzt einer Aufstockung des Euro-Rettungsschirms EFSF zustimmen würde - und verweist darauf, dass Portugal und Spanien doch gerade erfolgreich Anleihen platziert haben und das Volumen des Rettungsschirm ohnehin nur zu einem kleinen Teil ausgeschöpft sei. Aber weil die Problemen der Schuldenstaaten nicht gelöst sind, bleiben Zweifel - und die Annahme, dass die Euro-Staaten wie 2010 schrittweise doch mehr und mehr Hilfen für die angeschlagenen Partner leisten müssen.

Denn so sehr Merkel in den vergangenen Tagen auch die Sparanstrengungen etwa in Griechenland und Portugal lobte - die Zweifel bleiben, ob die Schuldenberge nicht zu hoch sind. „Vertrauen würde sicher entstehen, wenn es eine ehrliche Prüfung und klare Aussage gebe, ob Staaten wie Griechenland oder Portugal auch langfristig ihre Schulden zurückzahlen können“, sagt der Leiter des Münchner Portfolio-Managements von Pimco, Andrew Bosomworth, zu Reuters.

Dazu kommt die für einige Anleger irritierende Erkenntnis, dass der Rettungsfonds EFSF nicht 440 Milliarden Euro an nationalen Kreditgarantien einsetzen kann, sondern einen erheblichen Puffer davon als Sicherheit benötigt, um sich niedrige Zinsen zu sichern. Einige Anlagegesellschaften bezweifeln zudem, ob EU-Staaten wie Spanien im Notfall wirklich ihren Anteil an versprochenen Kreditgarantien beisteuern.

Also müssen Fragen geklärt werden: Muss der Rettungsfonds aufgestockt werden? Sollte Portugal besser unter den Rettungsschirm - auch wenn die Regierung in Lissabon dies partout nicht möchte? Wie kann die Tragfähigkeit der Schuldenlast wirklich sichergestellt werden?

Kommentare (13)

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Alles Panikmache!!!

13.01.2011, 22:56 Uhr

Aldi, Lidl und Co. haben noch genügend Fräsalien und wenn der dann ausgeht, dann habense noch bölkstoff, wenn der dann ausgeht, dann laden wird uns selber ein
bei Ackermann und Söhne! Wär das nix?

Politikverdruss

13.01.2011, 23:02 Uhr

Langsam sollte der Grundsatz "quid pro quo" gelten.Die Haushaltsführung der Südländer sollte auf die EU übertragen werden.

Euro Zerfall

13.01.2011, 23:09 Uhr

• Swiss Franc gegen andere Währungen 2010. Der Euro ist das Schlusslicht. Der DAX ist %15 gestiegen der SMi hat sich nicht vom Fleck gerührt. So ein Zufall...Der Wind vom Aufschwung kommt eher von der brise die mal im Gesicht spürt wenn der Euro im freien Fall sich in Richtung Terminalvelocity bewegt...
1) Mongolei, Tigrit (+3,7%)
2) Japan, Yen (+3,6%)
3) Australien, Dollar (+3%)
4) Malaysien, Ringgit (+1,1%)
5) Südafrika, Rand (+0,8%)
6) Thailand, baht (+0,3%)
Ferner:
Singapur, Dollar (-1,1%)
israel, Shekel (-2,8%)
Schweden, Krone (-3,6%)
Mexiko, Peso (-4,2%)
Kanada, Dollar (-4,7%)
brasilien, Real (-5,2%)
indien, Rupie (-6%)
China, Renminbi (-6,7%)
USA, Dollar (-9,7%)
Norwegen, Krone (-10,1%)
Russland, Rubel (-11,2%)
Grossbritannien, Pfund (-12,8%)
Türkei, Neue Lira (-12,3%)
Ägypten, Pfund (-14,7%)
Euro (-15,6%)

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