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09.05.2017

12:38 Uhr

Berlin und Sachsen-Anhalt

Zwei terrorverdächtige Syrer festgenommen

Die Bundesanwaltschaft hat zwei terrorverdächtige Syrer festgenommen. Sie sollen sich 2012 in Syrien einer Kampfeinheit angeschlossen haben und auch an kriegerischen Aktionen beteiligt gewesen sein.

Die beiden Syrer sollen Mitglieder der Terrororganisation Al-Nusra-Front sein. dpa

Terrorverdächtige festgenommen

Die beiden Syrer sollen Mitglieder der Terrororganisation Al-Nusra-Front sein.

KarlsruheDie Bundesanwaltschaft hat zwei mutmaßliche Mitglieder der islamistischen Terrorvereinigung Al-Nusra-Front in Berlin und Sachsen-Anhalt festnehmen lassen. Außerdem wurden die Wohnungen der beiden Syrer durchsucht, teilte die Karlsruher Behörde am Dienstag mit. Der 30-Jährige und der 23-Jährige sollen sich 2012 in Syrien einer Kampfeinheit der Terrorgruppe angeschlossen haben.

Der 30-Jährige soll sich als Befehlshaber an der Eroberung von Gasquellen und der syrischen Stadt Tabka beteiligt haben. Außerdem soll er im Frühjahr 2013 einem Scharfschützen des syrischen Regimes die Kehle durchgeschnitten haben, um damit den Machtanspruch der Terrorgruppe in der Region durchzusetzen. Mitte 2013 schloss er sich den Ermittlungen zufolge der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) an. Laut Landeskriminalamt wurde der 30-Jährige in einer Wohnung in Magdeburg widerstandslos festgenommen.

Terrorismus in Europas Metropolen

Paris (3)

Februar/März 2017: Auf dem Pariser Flughafen Orly verhindern Soldaten nur knapp einen möglichen Terroranschlag. Ein Mann will einer dort patrouillierenden Soldatin das Gewehr entreißen und wird von anderen Soldaten erschossen. Erst Anfang Februar war nahe dem Louvre-Museum ein Ägypter niedergeschossen worden, der sich mit Macheten auf eine Militärpatrouille gestürzt hatte.

Berlin

Dezember 2016: Kurz vor Weihnachten wird die Hauptstadt zum Ziel eines Terroranschlags. Zwölf Menschen sterben, als ein Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) einen gekaperten Lkw in einen Weihnachtsmarkt steuert. Wenige Tage später wird der 24 Jahre alte Tunesier bei einer Polizeikontrolle nahe Mailand erschossen.

Nizza

Juli 2016: Ein Attentäter rast mit einem Lastwagen auf dem Strandboulevard Promenade des Anglais in eine Menschenmenge. Mindestens 86 Menschen sterben. Der IS ist nach Angaben seines Verlautbarungsorgans Amak für den Anschlag verantwortlich.

Brüssel (2)

März 2016: Mit mehreren Bomben töten islamistische Attentäter am Flughafen der belgischen Hauptstadt und in einer Metrostation 32 Menschen.

Istanbul

Januar 2016: Ein Selbstmordattentäter der Terrormiliz IS reißt im historischen Zentrum zwölf Deutsche mit in den Tod. Der Angreifer zündet die Bombe mitten in einer deutschen Reisegruppe nahe der Hagia Sophia und der Blauen Moschee.

Paris (2)

November 2015: Bei einer koordinierten Anschlagsserie am Stade de France, mehreren Restaurants und dem Musikklub „Bataclan“ töten IS-Anhänger 130 Menschen, Hunderte werden verletzt.

Kopenhagen

Februar 2015: Ein arabischstämmiger 22-Jähriger feuert auf ein Kulturcafé, ein Mann stirbt. Vor einer Synagoge erschießt der Attentäter einen Wachmann, bevor ihn Polizeikugeln tödlich treffen.

Paris (1)

Januar 2015: Bei einem Attentat auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ und einen koscheren Supermarkt sterben 17 Menschen. Die beiden Täter kommen später bei einer Polizeiaktion ums Leben. Zu dem Anschlag bekennt sich die Terrororganisation Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel.

Brüssel (1)

Mai 2014: Im Jüdischen Museum erschießt ein französischer Islamist vier Menschen. Kurz darauf wird er festgenommen. Als selbst ernannter „Gotteskrieger“ hatte er zuvor in Syrien gekämpft.

London

Juli 2005: Vier Muslime mit britischem Pass zünden in der U-Bahn und einem Bus Sprengsätze. 56 Menschen sterben, etwa 700 werden verletzt.

Madrid

März 2004: Bei islamistisch motivierten Bombenanschlägen auf Pendlerzüge sterben in der spanischen Hauptstadt 191 Menschen, rund 1500 werden verletzt.

Beide Verdächtige sollten noch am Dienstag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden.

Von

dpa

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