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10.03.2013

16:42 Uhr

„Berliner Kreis“

SPD-Linke bündeln ihre Kräfte

Die Linken in der SPD formieren sich: Als „Berliner Kreis“ wollen sie ihr Gewicht in der Partei stärken – und verhindern, dass sie bei einem Sieg bei der Bundestagswahl im Herbst übergangen werden.

Ralf Stegner ist einer von drei Sprechern des neues Kreises in der SPD. ap

Ralf Stegner ist einer von drei Sprechern des neues Kreises in der SPD.

BerlinAls „Berliner Kreis“ hat sich der linke Flügel der SPD neu organisiert. Laut „Spiegel“ haben sich Linke aus Parteivorstand, Landesverbänden und Arbeitsgemeinschaften bei einem Treffen darauf verständigt. Als Sprecher fungiert unter anderem der schleswig-holsteinische Landesvorsitzende Ralf Stegner.

Sinn und Zweck des Kreises verbreitete Stegner via Twitter: „Worum es geht ist, all die Aktivitäten der Parlamentar.Linken,des Vereins DL 21 der Linken im Parteivorstand,AGs etc. bundesweit zu bündeln“, schrieb er. Weiter stehen Katrin Budde, Landesvorsitzende in Sachsen-Anhalt, und Juso-Chef Sascha Vogt für den „Berliner Kreis“.

Dass der neue Zusammenschluss zu Beginn des Wahljahres erfolgt, kommt nicht zufällig. Man wolle auch bei der Besetzung eines möglichen rot-grünen Kabinetts mitreden, heißt es. „In einer SPD-Regierung muss der Berliner Kreis der SPD-Linken personell vertreten sein“, sagt Stegner laut „Spiegel“.

Vorbild für den Zusammenschluss ist der „Frankfurter Kreis“, der 1966 gegründet wurde und zum Sammelbecken von SPD-Linken wurde. Aus dem „Leverkusener Kreis“, der Anfang der 1970er-Jahre initiiert wurde, entstand die „Parlamentarische Linke“. Aus dem „Frankfurter Kreis“ wurde später die „Demokratische Linke 21“.

Kommentare (8)

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roterkaufmann

10.03.2013, 18:48 Uhr

der berliner kreis ist dann die "arbeitsgemeinschaft der sozialdemokratinnen und sozialdemokraten in der spd".
-eine randerscheinung...

keinOssi44

10.03.2013, 19:12 Uhr

Ein Sozialismus alla "Ostzone"...gehört Frau Merkel auch dazu ?? Alles Bürgerliche ist ihr doch fremd !

Account gelöscht!

10.03.2013, 19:35 Uhr

Mit der Bildung solcher linken Kreise versucht man das wahre neoliberale Gesicht der SPD eine soziale Schminke zu verpassen. Mit anderen Worten, man möchte die Menschen verarschen.
An der Startlinie stehen aber genau die Personen, die mit Schröder bzw. unter Schröder den größten Sozialabbau der Nachkriegsgeschichte in BRD betrieben haben. Das hat keine Partei in D geschafft, so massiv die Armut zu fördern, und die Krise zu verstärken (durch Aufnahme Griechenlands, Deregulierung der Banken) wie die SPD. Wenn ich eine Neoliberale Politik möchte, dann kann ich gleich die FDP wählen, sie ist zumindest authentisch. Die SPD liefert überhaupt keinen Grund, warum man Frau Merkel abwählen sollte. Ich glaube die SPD spekuliert auf eine große Koalition. Mit einer großen Koalition wird D ohne ernsthaften Widerstand zum Goldesel der EU werden. Folglich: Wer die SPD NICHT wählt, der verhindert eine große Katastrophe in D. Damit ich nicht missverstanden werde: Mit der FDP muss man genauso vorsichtig sein!

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