Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.04.2011

11:42 Uhr

Berlins Innensenator

Kritik an Freilassung des U-Bahn-Schlägers

Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hat die Haftverschonung für den 18-jährigen U-Bahn-Schläger kritisiert. Wegen der Schwere der Tat hätte in dem Fall durchaus Haft angeordnet werden können, sagte Körting.

U-Bahnhof in Berlin. Quelle: dpa

U-Bahnhof in Berlin.

Berlin Nach dem Gewaltexzess auf einem Berliner U-Bahnhof hat Innensenator Ehrhart Körting (SPD) die Haftverschonung für den 18-jährigen Schläger kritisiert. "Derartige Entscheidungen können dazu beitragen, das Recht von den Menschen zu entfremden", sagte der SPD-Politiker dem "Tagesspiegel" (Freitag).

Gegen den 18-Jährigen war zwar ein Haftbefehl erlassen worden, dieser wurde aber gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Der angetrunkene Schüler hatte in der Nacht zum Ostersamstag im U-Bahnhof Friedrichstraße einen 29-Jährigen mit Tritten gegen den Kopf so schwer verletzt, dass dieser das Bewusstsein verlor. Der 18-Jährige hatte sich selbst gestellt.

"Bei der Schwere der Tat klafft zwischen dem, was allgemeines Rechtsverständnis der Bevölkerung ist, und der Entscheidung des Gerichts eine Lücke", erklärte Körting. Er stützte seine Kritik auch auf die Strafprozessordnung. Danach könne wegen der Schwere der Tat durchaus Haft angeordnet werden, auch wenn keine Flucht- oder Verdunkelungsgefahr bestehe, sagte er. Der Täter habe sich nicht deshalb selbst gestellt, weil er reuig sei, sondern weil er nach der Veröffentlichung des Videos gewusst habe, dass er nicht unentdeckt bleiben würde.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

30.04.2011, 11:22 Uhr

Die deutsche Wattebausch-Justiz gegenüber gewalttätigen Jugendlichen ist ein einziger Bestrafungs-Alptraum.
Strafe gibt es sowieso nicht, entweder sowieso Bewährung oder 2 Jahre im Freizeit-Knast auf der Couch vorm Fernseher.

Und das für Leute, die Steine werfen und auf Köpfe springen mit Inkaufnahme des Todes der Opfer.

Der Rechtsstaat ist weichgespült und hilflos. Kann man alles unter Ulk verbuchen.

Die Statistik soll geschönt bleiben und Knast-Gelder gespart. Ob Verbrecher alle auslachen und wir im deutschen Freilandgefängnis mit Verbrechern leben interessiert doch keinen, schon garnicht die Gutmenschen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×