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25.07.2014

07:28 Uhr

Bertelsmann Stiftung

Kitas fehlen 120.000 Erzieher

Mehr Kita-Plätze gibt es inzwischen. An der Qualität hapert es aber, sagt eine Studie. Die Autoren fordern mehr Erzieher, doch der Preis wäre hoch: Fünf Milliarden Euro zusätzlich würde das pro Jahr kosten.

Erzieherinnen frühstücken mit den Krippen-Kindern: Für eine pädagogisch sinnvolle Betreuung fordert die Bertelsmann Stiftung, dass bei den unter Dreijährigen eine Erzieherin für höchstens drei Kinder verantwortlich ist. dpa

Erzieherinnen frühstücken mit den Krippen-Kindern: Für eine pädagogisch sinnvolle Betreuung fordert die Bertelsmann Stiftung, dass bei den unter Dreijährigen eine Erzieherin für höchstens drei Kinder verantwortlich ist.

GüterslohFür eine hochwertige frühkindliche Bildung benötigen die Kitas in Deutschland einer Studie zufolge 120 000 zusätzliche Erzieherinnen. Das würde jährlich fünf Milliarden Euro kosten und die Personalaufwendungen in dem Bereich um ein Drittel erhöhen, hat die Bertelsmann Stiftung berechnet.

Die am Freitag veröffentlichte Analyse belegt außerdem ein starkes West-Ost-Gefälle beim Personalschlüssel. Darum müsse es bundesweit geltende Qualitätsstandards im Bundes-Kita-Gesetz geben, forderte Jörg Dräger vom Stiftungsvorstand.

Der Analyse zufolge muss sich in Ostdeutschland rechnerisch eine Erzieherin um 6,3 Krippenkinder kümmern. Im Westen kommen im Durchschnitt 3,8 Kinder auf eine Erzieherin. In Bremen und Baden-Württemberg ist eine Erzieherin durchschnittlich für drei Kinder zuständig, in Sachsen-Anhalt hingegen für mehr als sechs Kinder.

Ähnlich groß sind die Unterschiede zwischen den Bundesländern auch in Kitas für Kinder ab drei Jahren. Hier liegt der Personalschlüssel im Westen bei 1 zu 9,1 und im Osten bei 1 zu 12,7. Vorzeigeländer sind erneut Bremen (1 zu 7,7) und Baden-Württemberg (1 zu 8). Am anderen Ende steht Mecklenburg-Vorpommern (1 zu 14,9).

In der Praxis sei das Betreuungsverhältnis sogar noch ungünstiger, hieß es. Tatsächlich könne eine Erzieherin nur 75 Prozent ihrer Zeit für die Kinder aufwenden, der Rest entfalle auf Teamgespräche, Fortbildung und Urlaub. Damit betreue eine Erzieherin im Osten also mindestens acht und im Westen fünf Krippenkinder.

Für eine kindgerechte und pädagogisch sinnvolle Betreuung fordert die Stiftung, dass bei den unter Dreijährigen eine Erzieherin für höchstens drei Kinder verantwortlich ist. Für die Altersgruppe ab drei Jahren sollte der Personalschlüssel nicht schlechter als 1 zu 7,5 sein. „Politik und Praxis sollten sich auf bundesweite kindgerechte Standards einigen, damit alle Kita-Kinder in Deutschland gute Bildungschancen haben“, sagte Dräger.

Seit 1. August 2013 haben Eltern von unter Dreijährigen einen Rechtsanspruch auf ein staatlich gefördertes Betreuungsangebot - entweder in einer Kindertagesstätte oder bei einer Tagesmutter. Es fehlen aber trotz Zuwachses vor allem im Westen in den vergangenen Jahren noch Plätze. Zum 1. März 2014 stand für knapp 662 000 Kinder unter drei Jahren ein Platz zur Verfügung. Das waren 32,5 Prozent der Kleinkinder in diesem Alter. Ursprünglich sollte es bis Inkrafttreten des Rechtsanspruchs 750 000 Betreuungsangebote geben.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Herr Ylander Ylander

25.07.2014, 08:27 Uhr

Einkommensteuer abschaffen
familienpoitische Leistungen streichen
120.000 frei werdende Finanzbeamte m/w zu Erziehern m/w umerziehen und auf Kindererziehung einsetzen

Da m. W. Finanzbeamte m/w im Schnitt ein höheres Gehalt haben als Erzieher m/w, können auf diese Weise durch entsprechende Gehaltsabsenkung sogar noch Personalkosten gespart werden.

Herr Günther Schemutat

25.07.2014, 11:46 Uhr

Die Ausbildung zur SPA und Erzieherin wird mickrig vergütet und wenn man noch die ganzen Krankheiten zuzählt die eine angehende Erzieherin im Hort mitmachen muss , ist
der Job nur was für Berufene.

Wenn dann noch auf Durchschnittlich 5-7 Kinder auf eine Erzieherin kommen , mit verschiedenen Essen wegen der Religionen , dann bleibt für eigene Kinder keine Zeit mehr .

Herr Wolfgang Trantow

25.07.2014, 12:08 Uhr

Ds ist politisch gewollt. Kosten? Für unsere Kinder nie, dafür finanzieren wir lieber Raketen für die Hamas, damit es Tote Israelis gibt.

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