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28.04.2013

16:44 Uhr

Bertelsmann-Umfrage

Mehrheit der Deutschen empfindet Islam als Bedrohung

Eine Mehrheit der Deutschen sieht im Islam eine Bedrohung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Bertelsmann-Stiftung. Der Zentralrat der Muslime sieht die schlimmsten Befürchtungen bestätigt.

Der Glaube der Muslime ist aus der Sicht einer Mehrheit der Deutschen eine Bedrohung. dpa

Der Glaube der Muslime ist aus der Sicht einer Mehrheit der Deutschen eine Bedrohung.

Gütersloh/BerlinDie meisten Deutschen sehen ihr Leben durch die Vielfalt der Religionen bereichert. In einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung sagten aber auch 51 Prozent, sie sähen im Islam eine Bedrohung. In Ostdeutschland, wo es kaum Muslime gibt, sind es sogar 57 Prozent, heißt es im „Religionsmonitor“ der Stiftung, der am Sonntag veröffentlicht wurde.

Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, sieht die schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Es gebe in Deutschland „einen strukturellen islamfeindlichen Boden“, sagte er im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Seit Jahren werde nicht ausreichend zwischen Islam und Extremismus unterschieden, kritisierte er. „Das führt zu Beklommenheit, die wiederum zu Angst und Fremdheit gegenüber der Religion führt, in einer Gesellschaft, die längst - und das deutet ja auch die Umfrage an - multi-kulturell und interreligiös ausgerichtet ist.“

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Die Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, sieht in dem Votum vor allem Unkenntnis in Bezug auf den Islam: „Die Studie nährt den Eindruck, dass viele Menschen in Deutschland ein verzerrtes Bild vom Islam in unserem Land haben“, sagte er der „Welt“ (Montag). Vielfach würden Muslime in Deutschland mit „Phänomenen des muslimischen Extremismus aus anderen Weltgegenden oder mit der kleinen Minderheit der Salafisten und ihrer Sympathisanten“ identifiziert. Dagegen helfe nur beharrliche Überzeugungsarbeit, sagte Schneider.

Der frühere Bundespräsident Christian Wulff hatte 2010 mit seiner Äußerung, der Islam gehöre zu Deutschland, eine heftige Debatte ausgelöst. Die Studie zeigt nun: Die Hälfte der Bundesbürger lehnt die Aussage ab, dass der Islam in die westliche Welt passe. Das Judentum halten 19 Prozent der fast 2000 Befragten in Deutschland für eine Bedrohung.

Kommentare (14)

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Hagbard_Celine

28.04.2013, 17:52 Uhr

Der Islam ist heute das was das Christentum im Mittelalter war.

Eine Bedrohung für user Land und Europa ?

Selbstverständlich !

Der Islam muss sich zu dem wandeln was die Kirche heute in Europa ist, oder aus Europa verschwinden.

JEB

28.04.2013, 17:55 Uhr

Es verwundert ganz und gar nicht, daß der Islam als Bedrohung empfunden wird.

Eine Religion, deren Anhänger (natürlich nicht alle!)teilweise aggressiv Andergläubige und Atheisten angehen, die die Lebensweise der Nichtmoslems nicht einfach nur ablehnen sondern sie durch ihre eigene Lebensweise und Moralsvorstellungen ersetzen wollen und sich dazu auch der Gerichte bedienen, bei denen sie häufig Erfolg haben, ist in meinen Augen durchaus eine Bedrohung.

Die Forderung von Vertretern islamischer Staaten bei der UN, dort Kritik am Islam zum Straftatbestand erklären zu lassen setzt dem ganzen die Krone auf.

Tabu

28.04.2013, 19:09 Uhr

sag ich es mal so..wir hätten eine Latte an
Problemen weniger.
Da sind aber alle,ohne Ausnahme,in Europa mit gestraft.
Die Rückkehr zum Zustand von vor ca.1968,würde ich
mir noch mehr wünschen,als die D-Mark zurück.
100 Rosenkränze würde ich beten..mindestens und
dazu Klezmermusik aufdrehen.

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