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25.01.2013

17:57 Uhr

Besuch der Grünen Woche

Steinbrück will EU-Zahlungen für Landwirtschaft abschaffen

Der SPD-Kanzlerkandidat will bei einem Wahlsieg mittelfristig die EU-Direktzahlungen für die Landwirtschaft abschaffen. Das sagte Peer Steinbrück auf der Grünen Woche. Zudem forderte er mehr Klimaschutz der Bauern.

Peer Steinbrück am Steuer eines Mähdreschers. Auf der Grünen Woche in Berlin verkündete der SPD-Kanzlerkandidaten, die EU-Direktzahlungen für die Landwirtschaft stoppen zu wollen. dpa

Peer Steinbrück am Steuer eines Mähdreschers. Auf der Grünen Woche in Berlin verkündete der SPD-Kanzlerkandidaten, die EU-Direktzahlungen für die Landwirtschaft stoppen zu wollen.

BerlinSPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat Bauern und Lebensmittelwirtschaft Reformen unter einer rot-grünen Bundesregierung angekündigt. „Es geht nicht um eine Abwendung von dem, was moderne Landwirtschaft beschäftigt“, stellte er am Freitag bei einem Besuch der Grünen Woche in Berlin klar. Diese Hochtechnologiebranche verdiene Respekt und Anerkennung. Es gehe aber darum, ihr Innovationspotenzial zu nutzen, um „bestimmte Missstände“ und Defizite abzustellen. Diese beträfen Umwelt- und Klimaschutz, Bodenfruchtbarkeit, Artenschutz und den Umgang mit Tieren. Steinbrück sprach sich gegen intensive Massentierhaltung aus.

Der SPD-Politiker forderte, dass die Bauern „mittelfristig“ keine Direktzahlungen mehr von der EU bekommen. Geld aus Brüssel dürfe nicht als bloße Einkommensstützung fließen, sondern nur dann, wenn die Bauern dafür öffentlich erwünschte Gegenleistungen erbrächten: dass sie etwa Klima- und Umweltschutzziele erfüllen, dass sie die biologische Vielfalt oder den Tierschutz stärker beachten.

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Steinbrück kündigte an, im Wahlkampf auch um die Stimmen der Menschen auf dem Land zu buhlen. Dort lebten viele Wähler. „Es wäre sehr fahrlässig, geradezu unprofessionell, darauf nicht einzugehen oder zu sagen, dieser ländliche Raum ist eine Domäne der CDU/CSU, deshalb konzentriere ich mich alleine auf die Ballungsräume und deren Problematik.“

Von

dpa

Kommentare (8)

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Schlesier

25.01.2013, 18:23 Uhr

Aber bestimmt nur für die deutschen Bauern, oder glaubt Herr Steinbrück die Franzosen oder Polen lassen sich das gefallen.

IgnatzHubertus

25.01.2013, 19:20 Uhr

Ich schmeiss mich gerade weg. Gerdi hat sich Harz als Berater geholt und nun kommt Peerilein daher und will BAYWA7.0 einführen.

Und interessant wie verschoben die Parteien doch mit den Jahren agieren. Die Grünen Pazifisten schreien "Mehr Truppe für Mali" und die SPD übernimmt Agrar und Umweltschutzpolitik.
Diese ganzen MünchhausensInnen sollten langsam mal Land gewinnen. Sogar die Tschechen bzw ihr Staatspräsident haben es geschnallt. Die EU und all ihre Betriebsblinden Akteure stecken in der EU Sackgasse und raus geht nur mit umdrehen und raus.

tuete33

25.01.2013, 19:36 Uhr

wir sollte lieber die derzeitigen politiker abschaffen!

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