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11.06.2012

14:45 Uhr

Betreuungsgeld

Merkel reicht Kritikern die Hand

Kurz vor der ersten Lesung des Betreuungsgelds geht die Bundeskanzlerin auf die unionsinternen Kritiker zu. Derweil kritisiert eine OECD-Studie die negativen Auswirkungen der Prämie auf die Integration.

Erschwert das geplante Betreuungsgeld die Integration? dpa

Erschwert das geplante Betreuungsgeld die Integration?

BerlinRegierungssprecher Steffen Seibert bestätigte am Montag einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“, wonach sich die CDU-Vorsitzende am Donnerstag mit der Gruppe der Frauen in der Unionsfraktion trifft. Zu Details des Gesprächs wollte sich Seibert nicht konkret äußern. Es liege jedoch auf der Hand anzunehmen, dass auch über die Frauenquote gesprochen werde. An dem Gespräch will auch Familienministerin Kristina Schröder (CDU) teilnehmen.

Am Freitag steht die erste Lesung des Gesetzentwurfs zum Betreuungsgeld im Bundestag an. In den Reihen der Koalition gibt es Widerstand gegen die geplante Familienleistung. Die Regierungspläne sehen vor, dass ab dem 1. Januar 2013 zunächst 100 Euro monatlich für Kinder im zweiten Lebensjahr gezahlt werden, die sich nicht in staatlicher Betreuung befinden. Ab dem 1. Januar 2014 sollen monatlich 150 Euro für Kinder im zweiten und dritten Lebensjahr gezahlt werden.

OECD: Betreuungsgeld behindert Integration
Einer OECD-Studie zufolge schwächt das Betreuungsgeld nicht nur die Beschäftigungsquote von Frauen, sondern wirkt sich auch negativ auf die Integration von Zuwanderern aus. Besonders Frauen aus Zuwandererfamilien mit sozial schwachem Hintergrund tendierten dazu, Geld vom Staat anzunehmen und ihre Kinder zu Hause zu versorgen. So sei in Norwegen die Quote der am Arbeitsmarkt beteiligten Zuwanderinnen in der Folge des Betreuungsgelds um 15 Prozent gesunken, wie die Zeitung „Die Welt“ vorab berichtet.

„Subventionen, die Eltern gezahlt werden, deren Kinder nicht in einen Kindergarten gehen, können sich auf die Arbeitsmarktbeteiligung von Zuwandererfrauen höchst nachteilig auswirken. Dies gilt besonders für gering ausgebildete Frauen mit mehreren Kindern, die in Ländern mit hohen Betreuungskosten leben“, heißt es der Zeitung zufolge in der Studie „Jobs for Immigrants“, die Zahlen aus Norwegen, Österreich und der Schweiz auswertet. Das Papier sollte am Montag in Frankreich vorgestellt werden.

Das Familienministerium wies die Kritik zurück. Man müsse bei der Übertragbarkeit der Verhältnisse in den drei Ländern auf Deutschland vorsichtig sein. So sei zum Beispiel die Familienleistung in Norwegen kaum mit dem geplanten deutschen Betreuungsgeld vergleichbar, schon allein, was die Höhe angehe, sagte eine Sprecherin des Ressorts. Sie betonte, das Ministerium habe „gute Arbeit“ geleistet. Sie rechne damit, dass Einwände gegen das Betreuungsgeld in sich zusammenfallen werden.

 

Von

dapd

Kommentare (6)

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WAAhnsinn

11.06.2012, 16:00 Uhr

Das sozialistische Betreuungsgeld ist lediglich einer weiterer Fehlanreiz für diejenigen, die besser gar keine Kinder bekommen sollten, weil sie noch nicht mal für sich selbst sorgen können, noch mehr Kinder zu zeugen, die dann die Arbeitslosen in der fünften Generation bestücken - durch ihre Eltern falsch programmiert, oft emotional, sozial und auch sonst verwahrlost, zum erschreckend hohen Teil misshandelt und missbraucht und mit frühgeburtlichen Schädigungen durch Alkohol- und Zigarettenkonsum der Mutter und entsprechend früh hemmungslos gewaltbereit und drogensüchtig - Alkohol, Zigaretten und andere Drogen sind bei Kindern aus solchen Schichten eher die Regel als die Ausnahme.

d866554

11.06.2012, 19:47 Uhr

Betreuungsgeld = "soziale" Leistung auf Pump..

das ist das, was die cdu immer der spd vorwirft etc. schulden machen...sollte sich umbenennen in cdspdu ...die beiden sind sowas von austauschbar.

ohne sinn und verstand werden dinge gefordert

HILFEEE

12.06.2012, 03:34 Uhr

Ich halte das Betreuungsgeld
und die Politiker
die es einführen wollen für
"sehr gefährlich!"

Möge Gott uns vor diesen ganzen deutschen Vollidioten in der Politik schützen...
Hilfeeeee
Wie können WIR Deutsche uns bloß vor so viel Blödheit in der Politik schützen?
+ + + + + + + + + + + + + + + + + + + +
Gefunden bei Focus.de
„Das Betreuungsgeld ist eine gute Sache“
Montag, 11.06.2012, 15:59 • von FOCUS-Online-Korrespondentin Martina Fietz, Berlin
Gerda Hasselfeldt weist im FOCUS-Online-Interview die Kritik einer OECD-Studie zurück, das Betreuungsgeld wirke gegen die Integration und beachteilige Kinder von Migranten. Die CSU-Landesgruppenchefin setzt auf die Rückendeckung der Kanzlerin.
http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-26112/gerda-hasselfeldt-im-focus-online-interview-das-betreuungsgeld-ist-eine-gute-sache_aid_765485.html

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