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20.07.2012

18:10 Uhr

Bewohner wollen nicht weichen

Occupy-Lager in Frankfurt vor dem Aus

Ratten, Alkohol und Schulden: Das Occupy-Lager an der EZB in Frankfurt steht vor dem Aus. Hygienische und soziale Probleme überlagern seit Wochen den kapitalismuskritischen Protest. Jetzt reicht es der Stadt.

Vor der europäischen Zentralbank haben die Aktivisten ihr Camp errichtet. dpa

Vor der europäischen Zentralbank haben die Aktivisten ihr Camp errichtet.

Frankfurt/MainDie Tage des Occupy-Camps vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt sind nach gut neun Monaten gezählt. Das Zeltlager soll nach dem Willen von Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) wegen der hygienischen Zustände bis zum 31. Juli verschwinden. Müll und Ratten sowie soziale und Suchtprobleme haben den kapitalismuskritischen Protest längst in den Hintergrund gedrängt. Dazu kommen Schulden der Bewegung für Strom, Wasser und Müllentsorgung in Höhe von mehr als 10 000 Euro, wie es bei der Stadt heißt.

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Seit Wochen haben die Stadt und die Aktivisten um Lösungen gerungen. Sie kamen dabei aber nur schrittchenweise voran - und geben sich dafür gegenseitig die Schuld. Die Bewohner wollen nicht weichen. Die „permanente Mahnwache“ gegen die Politik der Troika, ESM und Fiskalpakt sei gerade an diesem Ort wichtig - neben EZB und Theater - „der Schnittstelle von Kommerz, Kultur und Prekariat“, argumentieren sie.

Während der „Blockupy“-Proteste im Mai hatte die Bewegung das im Oktober 2011 aufgeschlagene Lager für vier Tage räumen müssen, durfte danach aber zurückkehren. Vorbild war die New Yorker Bewegung „Occupy Wall Street“, die mitten in Manhattan zeltete.

„Wir haben kein Problem mit dem politischen Protest oder mit Occupy, aber die hygienischen Zustände sind unhaltbar“, begründet Dezernent Frank den Schritt. Die Bewohner hätten sich in den vergangenen Wochen zwar schon bemüht, die Lage zu verbessern. „Aber da Ergebnis reicht bei weitem nicht.“

Kommentare (6)

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Adam_Riese

20.07.2012, 18:58 Uhr

Hmmm, 15 (in Worten: Fuenfzehn) "Aktivisten" nehmen also fuer sich in Anspruch, "99%" zu sein. Wie waer's mit Nachhilfe in Mathematik?

Account gelöscht!

20.07.2012, 19:10 Uhr

Das Lage wurde schon mehrfach geräumt.

Demonstrationsverbote wie in diktatorischen Staaten:
http://www.youtube.com/watch?v=Vd0Kdawucf8

Eddie

20.07.2012, 19:44 Uhr

"Zwei schwangere Rumäninnen und ihre Männer habe die Stadt zwischenzeitlich in einem Hotel untergebracht..." Super. Hat der dt. Staat sonst nichts zu tun, als rum. Roma-Familien in Hotels auf Kosten der Steuerzahler unterzubringen? Weil die Frauen (wie fast immer) schwanger sind? Pfui Teufel... Immerhin haben die Roma mehr Hirn und Anstand als diese Gutmenschen und sind zurueckgekehrt...

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