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05.01.2006

15:19 Uhr

Bezirk Berlin

„Wegweisender“ Tarifabschluss im Einzelhandel

Im seit Monaten schwelenden Tarifstreit des deutschen Einzelhandels ist eine erste Einigung erreicht worden. Im Bezirk Berlin einigten sich Arbeitgeber und Gewerkschaft auf einen Abschluss für 62 000 Beschäftigte, dem nach Angaben der Arbeitgeberseite eine wegweisende Funktion zukommt.

HB BERLIN. Wie Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter am Donnerstag mitteilten, wurde für das laufende Jahr eine Erhöhung von Löhnen und Gehältern um ein Prozent sowie Einmalzahlungen von 200 Euro für 2006 und 75 Euro für 2007 vereinbart. Die Einmalzahlungen können durch Betriebsvereinbarungen vom wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens abhängig gemacht werden, sie können also sinken oder steigen.

„Dieser Abschluss könnte für die gesamte Branche Pilotcharakter haben“, erklärte der Unterhändler der Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels, Rainer Marschaus. Der Abschluss habe beiden Seiten äußerste Kompromissbereitschaft abverlangt.

Der Handelsverband Berlin-Brandenburg (HBB) wies darauf hin, der Vertrag garantiere den über 60.000 Beschäftigten des Berliner Einzelhandels für 24 Monate Planungssicherheit und Betriebsfrieden. Die Gewerkschaft Verdi erklärte, auch der seitens der Arbeitgeber bereits gekündigte Manteltarifvertrag sei wieder in Kraft gesetzt worden und nun frühestens zum 31.Dezember 2006 kündbar. Die Verhandlungskommission empfehle der großen Tarifkommission die Annahme des Ergebnisses. Diese entscheide am 9. Januar.

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