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13.12.2014

10:10 Uhr

BfA optimistisch

Mindestlohn kein „großer Jobkiller“

Obwohl die schwache deutsche Konjunktur dagegenspricht, rechnet die Bundesagentur für Arbeit (BfA) mit einer steigenden Beschäftigung. Daran soll auch der Mindestlohn nichts ändern.

Ein Mann geht an einem Schild der Bundesagentur für Arbeit vorbei: Die Behörde sieht optimistisch in die Zukunft. dpa

Ein Mann geht an einem Schild der Bundesagentur für Arbeit vorbei: Die Behörde sieht optimistisch in die Zukunft.

Berlin/PassauTrotz der Konjunkturdelle geht die Bundesagentur für Arbeit von steigender Beschäftigung im kommenden Jahr aus. Auch der Rückgang der Arbeitslosigkeit werde sich fortsetzen, allerdings langsamer als 2014, sagte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise der „Passauer Neuen Presse“ (Samstag). „Wir werden im nächsten Jahr also eher gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt haben.“

Stark negative Auswirkungen des ab 1. Januar geltenden Mindestlohns für den Arbeitsmarkt befürchtet Weise nicht. „Der Mindestlohn ist eingepreist und in unseren Prognosen schon berücksichtigt. Er wird nicht der große Jobkiller sein.“ Nach Einschätzung der BA-Experten könnte der Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde auch dazu führen, dass einige Stellen künftig sogar schneller besetzt werden, wenn sie durch bessere Entlohnung attraktiver werden.

Weise räumte aber ein, dass es einige Unternehmen in bestimmten Regionen und Branchen insbesondere in Ostdeutschland schwer haben werden, höhere Preise durchzusetzen und so die Mehrkosten durch den Mindestlohn wieder hereinzuholen. „Das könnte Arbeitsplätze gefährden.“

Die Bundesagentur für Arbeit rechnet außerdem nicht damit, dass die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns im Januar den Arbeitsmarkt durcheinanderbringt. Der gesetzliche Mindestlohn werde „nicht der große Jobkiller sein“, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise der „Passauer Neuen Presse“ (Samstagsausgabe). „Der Mindestlohn ist eingepreist und in unseren Prognosen schon berücksichtigt.“ Der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde könne auch zur Folge haben, „dass einige Stellen künftig sogar schneller besetzt werden, wenn sie durch bessere Entlohnung attraktiver werden“.

Weise forderte, Flüchtlinge so schnell wie möglich in den Arbeitsmarkt zu bringen. Bei der Bundesagentur herrsche die Überzeugung, „dass es wichtig ist, Flüchtlinge so schnell wie möglich einzubinden, wenn ihre Aussichten gut sind, in Deutschland bleiben zu dürfen“, sagte der BA-Chef. Deshalb seien sechs Pilotprojekte gestartet worden, um Asylsuchende mit Sprachkursen und anderweitiger Unterstützung möglichst schnell für den deutschen Arbeitsmarkt fit zu machen. Viele der Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak seien sehr qualifiziert. „Sie müssen nur noch Deutsch lernen“, sagte Weise.

Kommentare (2)

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Herr Wolfgang Trantow

15.12.2014, 09:25 Uhr

Mindestlohn hat in keinem Land zum Ruin bzw. der vernichtung der Wirtschaft geführt. Nur in Deutschland vernichtet Mindestlohn die Wirtschaft. Haben wir nur unfähige, abzockende Manager??????

Herr Wolfgang Trantow

15.12.2014, 09:27 Uhr

Unsere Wirtschaft will wieder Sklaven, dahe der Kampf gegen den Mindestlohn. Warum kämpft die Wirtschaft nicht gegen die Boni und Gehälter der Manager?

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