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31.01.2013

01:42 Uhr

Bilanz 2012

Staat nimmt mehr Steuern denn je ein

T rotz der Konjunkturabkühlung hat der Staat Ende 2012 noch einmal Rekord-Steuereinnahmen verbucht. Das Gesamtaufkommen von Bund und Ländern stieg im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,7 Prozent.

Bund und Länder verbuchten 2012 Rekord-Steuereinnahmen. dpa

Bund und Länder verbuchten 2012 Rekord-Steuereinnahmen.

BerlinBund und Länder haben im vergangenen Jahr so viele Steuern eingenommen wie nie zuvor. Insgesamt verbuchte der Fiskus knapp 552 Milliarden Euro in den Kassen, wie aus Daten hervorgeht, die das Bundesfinanzministerium am Donnerstag veröffentlichte.

Zu dem Rekordergebnis haben vor allem die dank der hohen Beschäftigung stark gestiegenen Lohnsteuereinnahmen beigetragen. Sie allein legten um 6,7 Prozent auf knapp 150 Milliarden Euro zu. Die Umsatzsteuereinnahmen kletterten dank der guten Binnenkonjunktur um 2,4 Prozent auf fast 195 Milliarden Euro. Reine Gemeindesteuern sind in der Aufstellung noch nicht enthalten.

Der Bund allein verbuchte 2012 mit 256 Milliarden Euro 3,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Länder strichen 236 Milliarden Euro ein, was einem Plus von 5,4 Prozent entspricht.

Die starken Steuereinnahmen waren maßgeblich verantwortlich für den positiven Jahresabschluss in den deutschen Staatskassen. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen hatten 2012 2,2 Milliarden Euro mehr eingenommen als sie ausgaben. Damit lag der gesamtstaatliche Haushalt gemessen an der deutschen Wirtschaftsleistung des vergangenen Jahres 0,1 Prozent im Plus.

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Nach dem Konjunktureinbruch am Jahresende rechnet das Finanzministerium mit einer Frühjahrsbelebung. Die Konjunktur werde im zweiten Quartal "deutlich an Schwung gewinnen". Im vierten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt mit 0,5 Prozent so stark geschrumpft wie seit Anfang 2009 nicht mehr. Für das erste Quartal erwarten Ökonomen ein Mini-Wachstum von 0,2 Prozent.

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Belastend wirken dürfte aus Sicht der Beamten zunächst noch die schwache Weltkonjunktur. "Das weltwirtschaftliche Umfeld dürfte insgesamt kurzfristig noch dämpfend auf die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland - und hier insbesondere auf die Exporttätigkeit der Unternehmen - wirken", schrieb das Ministerium.

"Erst im Verlaufe dieses Jahres wird die globale Wirtschaftsaktivität wieder allmählich anziehen."

Von

rtr

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

31.01.2013, 06:59 Uhr

Mich interessiert, wo bleiben diese Rekord-Steuereinnahmen?
Alles für die Rettungsschirme, EfSF, ESM, Fiskalpakt und Target2?

Rene

31.01.2013, 08:02 Uhr

Würde mich auch interessieren. Der Bund nimmt 1 € mehr ein und gibt 1,10 € gleich wieder an Tranfsgeldern, wohin auch immer, aus. Der Steuerzahler wird immer weiter geschröpft, damit irgendeine Klientel begünstigt wird, ob Arbeitlose, Südländer, Solarfirmen, Landwirtschaft, Asylanten, etc. Der dt. Arbeitnehmer ist Arbeitssklave für alle anderen.

MamaBiene

31.01.2013, 08:27 Uhr

Tja, je nach Steuerklasse verschwinden erstmal pauschal 40-60% des erarbeiteten Lohnes im Nirvana, von dem Rest gibt es dann noch 19% Märchensteuer, + die div. Extrasteuern wie z.B. bei Tabak, Benzin, Strom usw usw usw. Hier haben wir nicht selten Steueranteile von 70% und mehr. Unterm Strich bleiben dem Michel vielleicht 10-15% übrig. Sowas geht nur hier *kopfschüttel*. Auch von den Sozialleistungen wird konsumiert. Selbst hier gehen wiederlocker 25-35% an Steuern zurück ...

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