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22.06.2012

11:12 Uhr

Bildungsbericht

Jeder Zweite erwirbt Hochschulreife

Die Zahl der Abiturienten und Studenten in Deutschland ist in den vergangen zwei Jahren gewachsen. Der aktuelle Bildungsbericht offenbart aber auch, dass ein Fünftel der Jugendlichen nicht richtig lesen kann.

Abiturienten in Hessen: Deutschlandweit erwirbt inzwischen jeder zweite Schüler die Hochschulreife. dpa

Abiturienten in Hessen: Deutschlandweit erwirbt inzwischen jeder zweite Schüler die Hochschulreife.

BerlinDas Bildungsniveau in Deutschland steigt. Es gibt mehr Abiturienten und Studenten. Mehr junge Menschen erreichen den mittleren Bildungsabschluss. Jung-Akademiker haben auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen und auch die Lage auf dem Lehrstellenmarkt entspannt sich langsam. Dieses Fazit zieht der am Freitag in Berlin vorgestellte neue Bildungsbericht von Bund und Ländern.

Gleichwohl gibt es unter den Jugendlichen immer noch einen harten Kern von bis zu 20 Prozent Bildungsverlierern: Sie können nicht richtig lesen oder Texte verstehen, brechen die Schule oder die Lehre ab und nehmen auch nicht an Weiterbildung teil.

Während auf der einen Seite heute fast jeder zweite junge Mensch die Hochschulreife erwirbt, haben andererseits von den 20- bis 30-Jährigen in Deutschland 1,5 Millionen keinen Schul- oder Berufsabschluss. In der Altersgruppe der 30- bis 35-Jährigen ist laut Bericht der Anteil der Ungelernten und Schulabbrecher erheblich größer als in der Altersgruppe der 60- bis 65-Jährigen, die jetzt langsam aus dem Arbeitsleben ausscheiden.

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Der alle zwei Jahre erscheinende Bildungsbericht wurde von einer Wissenschaftlergruppe unter Leitung des Frankfurter Bildungsforschers Horst Weishaupt erstellt. Weishaupt sprach bei der Präsentation des Berichtes vor der Kultusministerkonferenz der Länder in Berlin von vielen positiven Entwicklungen, aber auch großen Aufgaben.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

22.06.2012, 11:56 Uhr

Das ist alles gut und schön, nur darf man auch nicht vergessen, dass das Abi nicht mehr allzu viel taugt. Und in der Masse sicher nicht nötig ist. Oder wollen wir demnächt die Klofrau mit Abi?
Was Herr Weishaupt auch vergessen hat, ist, dass eine enorme Menge ihr Studium abbrechen, weil sie es nicht schaffen. Das zeigt, dass eben zu viele durchs Abi geschleppt werden, die vielleicht bessr mit der Millt. Reife dran wären
Es ist nun mal nicht jeder zum Professor geboren
Wenn das Abitur derart fragwürdig vergeben wird, wie es derzeit ist, muß sich über so viele Studienabrecher nicht wundern.
Es hat also immer alles zwei Seiten
Es gibt in Deutschland ständig nur immer das Experimentieren zwischen schwarz und weiß ud das nützt keinem

Tabu

22.06.2012, 13:08 Uhr

In der Altersgruppe der 30- bis 35-Jährigen ist laut Bericht der Anteil der Ungelernten und Schulabbrecher erheblich größer als in der Altersgruppe der 60- bis 65-Jährigen, die jetzt langsam aus dem Arbeitsleben ausscheiden.
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Das hat einen sehr einfachen Grund..Es gab in der Zeit
der heute 60 jährigen,noch keine Zustände wie in
Berlins Rütli-Schule,die stellvertretend für das
Bildungsdesaster auch von Deutschen steht..
Kampf im Klassenzimmer,trägt nicht gerade zur Konzentration bei.Zumal auch die Lehrerschaft völlig
überfordert war..

Account gelöscht!

22.06.2012, 17:23 Uhr

Im vergangenen Jahr haben mehr als 40% ein EINSER-Abitur geschafft !

Wie zu lesen war, wurde auch der Anspruch an Hochbegabte von mindestens 130 IQ auf 120 IQ gesenkt.

Schade, ich bin etliche Jahre zu früh zur Schule gegangen.

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