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26.05.2014

18:20 Uhr

Bildungsmittel

Seehofer rechnet mit Einigung über Bildungs-Milliarden

CSU-Vorsitzender Horst Seehofer stellt eine Einigung über die Verwendung von Investitionen für Bildung, Kinderkrippen und Forschung in Aussicht. Seit Wochen ist strittig, wie das Geld verwendet werden soll.

Eine Kinderkrippe in Hannover. Bald soll eine Einigung über die Investitionen für Kinderkrippen her. dpa

Eine Kinderkrippe in Hannover. Bald soll eine Einigung über die Investitionen für Kinderkrippen her.

MünchenVor dem Spitzentreffen der Parteichefs im Kanzleramt hat der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer eine Einigung über die Verwendung von Milliarden-Investitionen für Bildung, Kinderkrippen und Forschung in Aussicht gestellt. „Ich glaube, dass wir uns heute Abend verständigen können“, sagte er am Montag in München vor seinem Abflug nach Berlin.

Im Koalitionsvertrag sind sechs Milliarden Euro zur Entlastung der Länder bei Kinderbetreuung, Schulen und Hochschulen bis 2017 verankert. Seit Wochen ist strittig, wie dieses Geld verwendet werden soll. Ferner sind drei Milliarden Euro für Hochschulen und Spitzenforschung vorgesehen.

Bildungserfolg und soziale Schichten

Schulerfolg hängt von sozialer Herkunft ab

Die Lehrer sind sich einig: Der Schulerfolg hängt maßgeblich von der sozialen Herkunft ab.

Der Einfluss der sozialen Schicht des Elternhauses auf die Leistung von Schülern ist sehr groß, sagen 33 Prozent der Lehrer, groß sagen 49 Prozent der Lehrer und gar nicht groß sagen 15 Prozent. Unentschieden sind drei Prozent der Lehrer.

Lehrer sehen zunehmende soziale Differenzierung

18 Prozent der Lehrer haben den Eindruck, dass die Leistungsunterschiede zwischen den Kindern aus verschiedenen sozialen Schichten zu 60 Prozent an Grundschulen zugenommen haben, 17 Prozent haben den Eindruck, die Unterschiede haben zu 63 Prozent an Haupt/Realschulen zugenommen, 37 Prozent meinen, der Unterschied habe an Gymnasien zu 45 Prozent zugenommen.

Mittlere soziale Schichten

Von Kinder aus mittleren sozialen Schichten besuchen 52 Prozent ein Gymnasium, 33 Prozent eine Realschule, sieben Prozent eine Hauptschule, acht Prozent eine Mischform aus Haupt- und Realschule und 13 Prozent eine Gesamtschule.

Schwächere soziale Schichten

Von Kindern, deren Eltern aus schwächeren sozialen Schichten sind, besuchen 30 Prozent ein Gymnasium, 34 Prozent eine Realschule, 17 Prozent eine Hauptschule, elf Prozent eine Mischform aus Haupt- und Realschule und 18 Prozent eine Gesamtschule.

Höhere soziale Schichten

Von Kindern aus höheren sozialen Schichten besuchen 70 Prozent ein Gymnasium, 25 Prozent eine Realschule, fünf Prozent eine Hauptschule, ein Prozent eine Mischform aus Haupt- und Realschule und 14 Prozent eine Gesamtschule.

Diskutiert wird insbesondere, ob und inwieweit der Bund den Ländern Bedingungen für die Verwendung der Hochschulmittel vorschreiben darf. „Ich möchte, dass das Geld für diesen Zweck zu den Ländern fließt, aber nicht mit solchen Dingen Ko-Finanzierung, Programme mit Kontrolle und Vorgabe“, so Seehofer. Dazu gebe es Alternativen. „Es könnte auch der Bund etwas anderes übernehmen, was heute noch die Länder belastet“. Einzelheiten nannte der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident nicht.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

26.05.2014, 18:55 Uhr

Wieder nur Streit. Es geht ja auch nur um unsere Kinder! Wann erfolgt der Streit endlich, wenn es um Gelder für Banker, Ausländer, Islamgläubige, sozialschmarotzer(Asylanten) usw. geht???

Account gelöscht!

27.05.2014, 10:45 Uhr

Die meisten Kinder sind eben nur durchschnittlich intelligent. Wo nichts drin ist, kann man nichts rausholen.

Die Hauptschule muss wieder die Regelschule werden. Nur 1% eines Jahrgangs dürfen Abitur machen, so wie damals zu meiner Zeit.

Account gelöscht!

27.05.2014, 13:31 Uhr

Im Zuge von technologischem Fortschritt brauchen wir immer weniger minderqualifizierte Arbeiter und aufgrund von Schengen und Freizügigkeit innerhalb der EU haben wir so viele ungelernte Arbeiter wie nachgefragt werden.

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