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13.05.2013

11:42 Uhr

Biografie

CDU erkennt in Merkels DDR-Vergangenheit nichts Neues

Die Bundeskanzlerin sagt, sie habe nie etwas verheimlicht – alles gesagt aber auch nicht, denn es habe sie ja niemand gefragt. Es geht um ihre umstrittene Rolle im DDR-Regime. Die CDU lässt die aktuelle Diskussion kalt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel verewigte sich im Mai 2010 bei einer Open-Air-Ausstellung über den Weg vom Mauerfall zur Wiedervereinigung am Alexanderplatz in Berlin. APN

Bundeskanzlerin Angela Merkel verewigte sich im Mai 2010 bei einer Open-Air-Ausstellung über den Weg vom Mauerfall zur Wiedervereinigung am Alexanderplatz in Berlin.

BerlinFührende CDU-Politiker haben gelassen auf die Diskussion über Angela Merkels DDR-Vergangenheit reagiert. „Es ist immer interessant, was in Wahljahren plötzlich als große Enthüllung auftaucht und dann doch keine Enthüllung ist“, sagte die stellvertretende Parteivorsitzende Julia Klöckner am Montag in Berlin. „Auch Angela Merkel war ein junger Mensch.“

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) zeigte sich ebenfalls unbeeindruckt von den jüngsten Berichten: Er habe daran nichts Sensationelles entdeckt, sagte der CDU-Bundesvize. „Aus meiner Sicht ist das eher sympathisch.“ Bundeskanzlerin Merkel sei eine junge Frau gewesen wie viele andere in der DDR auch.

Die Debatte war durch eine neue Merkel-Biografie ins Rollen gekommen. Die Journalisten Günther Lachmann („Welt“) und Ralf Georg Reuth („Bild“) werfen darin die Frage auf, ob die CDU-Politikerin an der Akademie für Wissenschaften der DDR FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda gewesen sei.

Merkel verteidigte ihren Umgang mit der eigenen Vergangenheit. „Ich habe da nie irgendetwas verheimlicht“, sagte die CDU-Politikerin am Sonntagabend bei einer Veranstaltung der Deutschen Filmakademie in Berlin. Allerdings habe sie vielleicht manche Dinge nicht erzählt, weil sie nie jemand danach gefragt habe.

Von

dpa

Kommentare (8)

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Ovid

13.05.2013, 12:12 Uhr

Anstatt eine Frage aufzuwerfen (na dann werfen sie mal), sollten diese Schwachköpfe lieber vorher recherchieren, wäre für Journalisten sinnvoller. Aber so sind die Leute von Springer, irgendetwas wird wohl hängenbleiben. Schändliche Arbeitsweise, ist aber ja in Deutschland üblich.

norbi

13.05.2013, 12:23 Uhr

Komisch ist nur, daß die roten Socken immer vor Wahlkämpfen ihre dreckigen Schubladen auskramen!
MfG norbi

zerrnet

13.05.2013, 12:29 Uhr

Das Buch ist noch nicht auf dem Markt, und doch wissen alle schwarzen Heinis schon, was darin steht. Komisch, oder?!

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