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09.03.2011

09:54 Uhr

Biosprit

E10-Kritiker zerreißen „Benzin-Gipfel“-Ergebnisse

Die Ergebnisse des "Benzin-Gipfels" sind schon verpufft. Die Politik schert das wenig, sie redet ihr Spitzentreffen schön und schürt damit den Zorn der E10-Kritiker.

Die Kritik an E10 reißt nicht ab. Quelle: dpa

Die Kritik an E10 reißt nicht ab.

Berlin

Die Kritik an den Ergebnissen des "Benzin-Gipfels" zur Einführung des Bio-Sprits E10 hält an. Der Ausgang des Treffens seien enttäuschend, sagte der Chef der Verbraucherzentral Bundesverband, Gerd Billen, der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch. Gebraucht werde eine Garantieerklärung der Hersteller für jeden Wagen. Der Chef des Bundesverbandes der freien Kfz-Händler, Ansgar Klein, sagte der Zeitung, seine Branche befürchte weiterhin Schäden durch E10, die erst mit erheblicher Verzögerung aufträten und an den Autofahrern und Gebrauchtwagenhändlern hängen blieben.

Regierung und Wirtschaft hatten am Dienstag beschlossen, trotz des Chaos bei der Einführung des E10-Benzins den Biosprit gemeinsam an der Zapfsäule durchsetzen zu wollen. Dazu sollen die verunsicherten Autofahrer direkt an den Tankstellen besser informiert werden. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) erklärte, die von den Autoproduzenten für E10 freigegebenen Fahrzeuge würden dies garantiert auch vertragen. Grüne und Umweltverbände forderten indes erneut ein Aus für den Biosprit, da er der Umwelt nicht helfe und Lebensmittel verteuere.

E10 hat einen Anteil von bis zu zehn Prozent Bioethanol. Die Mineralölwirtschaft ist verpflichtet, dieses Jahr 6,25 Prozent an Biosprit mit dem herkömmlichen Treibstoff zu verkaufen. Die Motoren von knapp zehn Prozent der Autos auf deutschen Straßen verträgt die Sorte allerdings nicht. Aus Verunsicherung tanken aber sehr viele Autofahrer E10 nicht, während der übrige Super-Kraftstoff knapp wird.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) will trotz der Verzögerungen bei der Einführung von E10 an Sanktionen gegen die Benzinhersteller festhalten, wenn die Biokraftstoffquote nicht eingehalten wird. "Wir dürfen den Druck nicht aus dem Markt nehmen", sagte Aigner der "Passauer Neuen Presse". Gleichzeitig warnte sie die Mineralölfirmen davor, eventuelle Strafzahlungen den Autofahrern aufzubürden. "Es kann nicht sein, dass die Verbraucher am Ende die Zeche zahlen."

Kommentare (6)

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Esboern

09.03.2011, 10:12 Uhr

Nach Gutsherrnart wie zu DDR Zeiten. Wer E10 tankt zerstört Anbauflächen für Agrargüter, trägt zur Ausweitung von Hungersnöten bei und zur Verarmung der Menschheit.

Account gelöscht!

09.03.2011, 10:14 Uhr

Was der Bürger hier hautnah erlebt, ist die Parteien sowie die Lobby Diktatur in der BRD. Dem Bürger wird unter dem Deckmantel Schutz der Umwelt, eine neue Abzockmetode auf diktiert, und alle machen mit bei diesem verlogenen Theater, in Berlin.
Wo ist die erboste Bevölkerung???
Um diesem Spuk ein Ende zu bereiten.
Danke

WasserstofftechnikZukunft

09.03.2011, 10:25 Uhr

Wir müssen die Politiker durch Boykot E10 zum Umdenken in der Energietechnik zwingen.
Die Wasserstofftechnik für Wärme und Antrieb ist heute schon reif zum Einführen, anstatt diesen Blödsinn E10 und andren Unfug. Wasserstofftechnik ist nachhaltig und ist ein Befreiungsschlag Abhängigkeit vom Öl
Ich tanke deshalb Super PLUS

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