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29.04.2011

15:11 Uhr

Bis 2017

Umweltbundesamt hält schnellen Atomausstieg für möglich

Das Umweltbundesamt (UBA) hält einen Komplettausstieg aus der Atomkraft schon in sechs Jahren für möglich. Deutschland habe genug Überkapazitäten und neue Kraftwerke, um den Ausfall aufzufangen.

In sechs Jahren könnten die deutschen Atommeiler vom Netz gehen, sagt das Umweltbundesamt. Quelle: dapd

In sechs Jahren könnten die deutschen Atommeiler vom Netz gehen, sagt das Umweltbundesamt.

BerlinEs sei verantwortbar, das letzte Atomkraftwerk in Deutschland 2017 abzuschalten, sagte UBA-Präsident Jochen Flasbarth den Dortmunder „Ruhr Nachrichten“. Es gebe große Überkapazitäten in der Stromproduktion. Zudem würden zahlreiche Kohle- und Gaskraftwerke neu gebaut.

Unterdessen arbeitet die CSU an einem Fahrplan, um Atomstrom bis 2021 durch Gaskraftwerke und erneuerbare Energien zu ersetzen. „Wenn wir bestehende Blockaden beim Ausbau der Erneuerbaren überwinden, können wir in den nächsten zehn Jahren den Ausstieg aus der Kernenergie schaffen“, sagte Generalsekretär Alexander Dobrindt der „Financial Times Deutschland“. Die CSU will im Mai ein eigenes Energiekonzept beschließen.

An diesem Montag wollen Generalsekretär Hermann Gröhe, Kanzleramtschef Ronald Pofalla und Umweltminister Norbert Röttgen mit der CDU-Basis über die Kernenergie reden und darüber, was sie ersetzen kann. „Wir stellen uns dem Gespräch mit unserer Parteibasis, wollen offene Fragen diskutieren, aber auch für unsere Politik werben“, sagte Gröhe der Zeitung „Die Welt“. Das Fachgespräch sei ein wichtiger Meinungsaustausch, der auch Grundlage für den neuen energiepolitischen Beschluss der CDU sein werde.

Matthias Kleiner, einer der beiden Vorsitzenden der Ethikkommission Atomkraft, hat die erste öffentliche Sitzung des Gremiums als Erfolg gewertet. „Ich bin hochzufrieden, weil es so viele Impulse gegeben hat“, sagte er dem Sender Phoenix, der die rund elfstündige Anhörung am Donnerstag live übertragen hatte. „Ich sehe die Potenziale, die in einer Energiewende stecken, noch viel positiver“, sagte Kleiner. Er rechnet auch mit Exporterfolgen des deutschen Zukunftskonzeptes.

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles bewertete die Arbeit der von der Regierung eingesetzten Ethikkommission als Alibiveranstaltung.

„Ich hätte mich nicht dafür hergegeben. Dieses Land hat bereits einen Konsens gefunden.“ Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn nannte die Ethikkommission einen Nebenschauplatz. „Über den Atomausstieg wird nicht in der Ethikkommission entscheiden, sondern im Kanzleramt und in den Regierungsfraktionen“, sagte sie dem „Hamburger Abendblatt“.

 

Von

dpa

Kommentare (2)

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Nachwuchs

30.04.2011, 08:07 Uhr

Jeder will den sofortigen Ausstieg, der ja wohl auch möglich ist. Es sind aber Bürgerfeinde, die dies wollen. Nicht einer sagt die Wahrheit, der Ausstieg kostet jeden Bürger min. wohl 50 Euro je kwh. Wer soll das bezahlen, wenn man kein Millionär bzw. Politiker ist??? Der Strompreis wird in ungeahnter Höhe steigen, nur weil die Politiker zurück zur Steinzeit wollen und Kerzenlicht schön finden.

Account gelöscht!

30.04.2011, 09:50 Uhr

Natürlich !
Wir haben ja Pflichtbewusste und weitsichtige Nachbarn , über Frankreich brauchen wir uns schon gar nicht mehr unterhalten ,Temelin sorgt ja in Zukunft auch für unsere Energieversorgung ,Polen plant den Bau einer Neuen Anlage nahe der Oder, das diese Anlage nicht zur Stromversorgung Polens dient versteht sich mit blick auf den Standort von selbst .
Das Umweltbundesamt ist nicht sehr Objektiv in seinem Urteil, möglicherweise auch Politisch beeinflusst ,dann wär es eine Schande für Deutschland !!!

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