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20.01.2013

10:46 Uhr

Bisher geringes Interesse

Niedersachsen-Wahl läuft schleppend an

Jetzt gilt es: In Niedersachsen hat die Landtagswahl begonnen. Bis 18 Uhr können die Wähler ihre Stimme abgeben. Das Rennen wird knapp – Zünglein an der Waage könnte die FDP sein.

Senioren an der Wahlurne: 6,1 Millionen Wahlberechtigte dürfen in Niedersachsen ihre Stimmen abgeben. dapd

Senioren an der Wahlurne: 6,1 Millionen Wahlberechtigte dürfen in Niedersachsen ihre Stimmen abgeben.

HannoverBei sonnigem Winterwetter hat in Niedersachsen die Landtagswahl begonnen – das Interesse der Wähler war allerdings zum Start noch verhaltener als vor fünf Jahren. Zwei Stunden nach Öffnung der Wahllokale hatten erst knapp 5,4 Prozent der Wähler ihre Stimme abgeben, wie eine Mitarbeiterin der Landeswahlleitung in Hannover mitteilte. Vor fünf Jahren hatte die Beteiligung zum selben Zeitpunkt bei rund 5,7 Prozent gelegen.

Die Wahl in Niedersachsen wird auch in Berlin mit großer Spannung beobachtet, sie gilt als wichtiger Stimmungstest vor der Bundestagswahl im Herbst. Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der amtierenden CDU/FDP-Regierung unter Ministerpräsident David McAllister (CDU) und Rot-Grün voraus.

Die FDP muss nach den Umfragen jedoch um den Wiedereinzug in den Landtag fürchten. Falls die FDP scheitern sollte, würde voraussichtlich SPD-Herausforderer Stephan Weil neuer Regierungschef im zweitgrößten deutschen Flächenland. Weil ist derzeit noch Oberbürgermeister in der Landeshauptstadt Hannover.

Landtagswahl: McAllister hat schon fast verloren

Landtagswahl

McAllister hat schon fast verloren

Geht man nach den Umfragen, kann CDU-Spitzenkandidat David McAllister gar nicht mehr gewinnen.

Um die 135 Sitze im Parlament bewerben sich 659 Kandidaten. Bei der Wahl vor fünf Jahren hatte die CDU 42,5 Prozent bekommen und war damit stärkste Kraft geworden. Die SPD kam auf 30,1 Prozent, die FDP auf 8,2 Prozent und die Grünen auf 8,0 Prozent. Die Linke schaffte 2008 mit 7,1 Prozent erstmals in Niedersachsen den Sprung ins Parlament.

Von

dpa

Kommentare (20)

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WahlVerweigerung

20.01.2013, 10:42 Uhr

Ich bin gespannt auf die Wahlbeteiligung und das Ergebnis der Partei der Nichtwähler, die ja immer größer wird genau wie die von mir favorisierte Partei die Partei der ungültig Wähler. Ein Strich durch den Wahlzettel ist in diesen Tagen die richtige Wahl!

nikta

20.01.2013, 10:45 Uhr

FDP und Mali: Es ist bemerkenswert, dass grade zwei Versager der Außen- und Entwicklungspolitik plötzlich mit den richtigen Äußerungen auftreten, die der Stimmung der Mehrheit in Deutschland entsprechen würden! Nun erinnern wir jedoch daran, dass sie beide auch Versager der FDP internen Parteipolitik sind! Haben sie es bei der SPD abgeguckt und wollen plötzlich aus wahltaktischen Gründen persönlich und parteilich punkten? Unbedingt! Nun wissen wir auch, dass Flüchtlinge und Dritte Welt nicht grade FDP-Kernthema ist. Die Flüchtlinge, wenn sie sogar anerkannt werden, gehen direkt zum Job Center und sind überrasch zu erfahren, dass sie aus afrikanischer Sklaverei in eine europäische geraten sind, mit allen drum und dran was Kooperations- und Mitwirkungspflicht betrifft. Ja, die Jobs Center sind deutsche Guantanamo Camps mit gleichen Methoden zur Kooperationsbereitschaft! Nein liebe Herren, Ihre Klientel sind nicht die Flüchtlinge, Geringverdiener und Zeitarbeiter, sondern Wirtschaftmagnaten, die auf Schultern von Bundeswehr zu neuen Rohstoffen und Absatzmärkten kommen würden. Ich würde aber nicht mit dem noch positivem Image Deutschland in der Dritten Welt nicht riskieren wollen. Wenige erinnern über die deutsche Kolonialzeit in Afrika! Zum Glück! Nun wurden langsam auch Wunden der Nazi-Gräueltaten in Osteuropa geheilt. Frankreich aber mit aller Frankofonie konnte nicht sein Kolonialimage in Afrika ändern und genauso beliebt dort, wie Amis in Latein Amerika. Trotzdem liebe Herren, wenn sie es schaffen nach Niedersachsen und Bundestagswahlen zu überleben, würde ich mich freuen, wenn sie nicht aus waltaktischen aber aus strategischen Gründen als Gleichgewicht zu Kriegstreibern dieser Regierung auftreten würden…

Gabriel

20.01.2013, 10:46 Uhr

Peer-Friedenskämpfer in letze Minute
Hallo Peer, ich habe erfahren, dass die SPD ihre ursprüngliche Forderung aus wahltaktischen Gründen bereits vergessen hat und genau aus denselben Gründen plötzlich zur Friedenspartei geworden. Nun damit, was Sie persönlich bisher für Ihre Glaubwürdigkeit geleistet haben, wird auch diese Ablehnung des Militäreisatzes in Mali nicht glaubwürdig. Trotzdem begrüße ich, dass Sie ihren Kinder und Enkel nicht nach Mali schicken würden! Normalerweise wünscht unsere sich selbst reproduzierende „Elite“ für ihre Kinder was Besseres! Für die Öffentlichkeit tritt sie aber mit dazu passendem Wortschatz, um die Naiven dieses Staates mit Ausrufen: Befreiung, Solidarität, Humanität, Menschenrechte, Verteidigung der deutschen Freiheit tausend Kilometern von unseren Grenzen, Terrorbekämpfung usw. zu täuschen! In Übersetzung: Umverteilung der Einflusssphären, Durchsetzung globalen Wirtschaftinteressen, Zugang zu strategischen Rohstoffen, Übungsplatz für Militärs, Vernichtung der potentiellen Flüchtlinge usw. Nun solche Amtsträger schicken gerne in Krisenregionen für Drecksarbeit immer die Anderen, weil sie selber edlere Aufgaben haben und ihre Kinder sollen erst Studium absolvieren, bevor sie auch zu „Beratern“ werden… Wenn sie auf Solidarität mit Frankreich in diesem Zusammenhang hinweisen wollen, dann wissen auch sie perfekt, dass Frankreich Drecksarbeit in ehemaligen Kolonien immer mit Hilfe seiner Fremdenlegion erledigt, die aus modernen Söldnern und Anwärter der französischen Bürgerschaft besteht! Ich hoffe sehr, dass Sie, Herr Steinbrück, die Bildung solcher Legion in Deutschland auch strikt ablehnen würden…

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