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04.09.2012

16:44 Uhr

Bitte keine Personalfragen

Das ganz persönliche Trauma der Linken

Bei SPD und Grünen ist der Wettstreit um die Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl in vollem Gange. Ausgerechnet die für knallharte Personaldebatten bekannte Linke hält sich noch zurück. Aber wie lange noch?

Sahra Wagenknecht und Gregor Gysi: Personaldebatten soll es in der Linken erstmal nicht geben. dapd

Sahra Wagenknecht und Gregor Gysi: Personaldebatten soll es in der Linken erstmal nicht geben.

BerlinEs ist noch ein Jahr bis zur Bundestagswahl und auch die Linke bringt sich langsam in Stellung. Die neuen Parteichefs Katja Kipping und Bernd Riexinger haben in der vergangenen Woche ein Strategiepapier vorgelegt, in dem sie der SPD Avancen machen. Am Dienstag kam die Fraktion zu einer zweitägigen Klausur in Berlin zusammen und am Wochenende folgt ein Treffen des Parteivorstands. Dabei wird es um die Euro-Krise, Ost-Renten oder Mindestlohn gehen. Ein Themenkomplex soll aber außen vor bleiben: Personalfragen.

Während sich bei der SPD Frank-Walter Steinmeier, Peer Steinbrück und Sigmar Gabriel schon seit Monaten für die Spitzenkandidatur warmlaufen und die Grünen-Basis bis November in einer Urwahl über ihre Frontleute entscheidet, hält die sonst so streitlustige Linke in dieser Frage still. Der Parteivorstand will darüber erst im kommenden Frühjahr entscheiden. Selbst die Frage, ob es nur einen Kandidaten oder ein Spitzenduo geben wird, soll dann erst geklärt werden.

Der Grund für das Zögern liegt auf der Hand: Die Linke ist noch traumatisiert vom monatelang mit harten Bandagen geführten Machtkampf um den Parteivorsitz, der sie an den Rand der Spaltung brachte. Die neuen Parteivorsitzenden Kipping und Riexinger haben es in den ersten drei Monaten ihrer Amtszeit geschafft, für Ruhe zu sorgen und den einen oder anderen inhaltlichen Akzent zu setzen. In den Umfragen ist zum ersten Mal seit langem wieder ein ganz leichter Aufwärtstrend zu erkennen. Jetzt schon die Spitzenkandidatenfrage anzugehen, so das Kalkül, kann nur wieder nach hinten losgehen.

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Dabei hatte Fraktionschef Gregor Gysi seiner Partei Anfang August schon die Steilvorlage für eine neue Personaldebatte gegeben. Ausgerechnet in einem Interview für die „Bunte“ schlug der 64-Jährige seine derzeitige Stellvertreterin Sahra Wagenknecht als seine Nachfolgerin vor. „Ich würde es ihr gönnen. Das Zeug dazu entwickelt sie“, sagte er.

Kommentare (2)

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DrCoealeonesErbengemeinschaft

04.09.2012, 18:42 Uhr

Wie beim Sport oder deutsch Fußball, wer sich warmläuft, kann nicht unbedingt damit rechnen, daß er auch eingewechselt wird. Im übrigen ist es leichter beim Gegner unterzukommen, als dies gemeinhin bei den eigenen Farben geduldet wird.

Steinbeißers Alpträume, warmlaufen und ab unter die Dusche. Kalt wohlgemerkt, damit die Lloyds wieder zu sich kommen.

Account gelöscht!

05.09.2012, 07:00 Uhr

Das Zeug dazu entwickelt sie“, sagte er.
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Na dann , wir wollen dann aber auch sehen was sie da entwickelt hat ,klare Standpunkte zu Wirtschaft,Steuer,Arbeitsmarkt ,Innen und Außenpolitik,Einhaltung von Vertragsrechten und ein Klares Bekenntnis zum Grundgesetz erwarten wir dann schon !
Das alles sollte durch real Durchführbare und Kausalitätsbezogene Kalkulationen nachgewiesen werden können !
"Selektiv-Politik " wie wir das über Jahre von den Linken kennen ,Lehen wir ab und wäre ein Grund die Linken in der Versenkung verschwinden zu lassen !

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