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20.08.2011

12:55 Uhr

Bizarrer Brief

Linken-Parteivorstand lobt Fidel Castro

Die Linke tut sich schwer mit ihrer Haltung zum real existierenden Sozialismus: Die Parteispitze lobt Fidel Castro für sein "kampferfülltes Leben", Partei-Vize Bartsch empfiehlt Mauerbau-Rechtfertigern den Parteiaustritt.

Die Parteivorsitzenden der Linken, Klaus Ernst und Gesine Lötzsch. dapd

Die Parteivorsitzenden der Linken, Klaus Ernst und Gesine Lötzsch.

BerlinEin Glückwunschbrief der beiden Linke-Vorsitzenden an den früheren kubanischen Staatschef Fidel Castro sorgt für Kritik. Gesine Lötzsch und Klaus Ernst loben in dem Schreiben zu Castros 82. Geburtstag am 13. August dessen „kampferfülltes Leben und erfolgreiches Wirken an der Spitze der kubanischen Revolution“ sowie die „Errungenschaften des sozialistischen Kuba mit seiner Beispielwirkung für so viele Völker der Welt“. Der Brief wurde unter anderem von der kubanischen Botschaft ins Internet gestellt. Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning (FDP), sagte der „Bild“-Zeitung: „Angesichts von 50 Jahren Menschenrechtsverletzungen auf Kuba zeigt dieser Brief, wie wenig die Linke von der Freiheit hält.“ Auch der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Fraktion, Volker Beck, zeigte sich empört.

Uneinigkeit in der Linken

Ein anderes Bild der Linken zeichnet Partei-Vize Dietmar Bartsch. Er legt Rechtfertigern des Mauerbaus innerhalb der Linken-Mitglieder den Parteiaustritt nahe. Im SWR sagte er, „diejenigen (...), die etwa meinen sich nicht zu erheben, wenn es um Mauergedenken geht, also um die Opfer, die müssen sich wirklich fragen, ob sie denn richtig sind in der Partei“. Bartsch spielte damit auf einen Landesparteitag der Linken in Mecklenburg-Vorpommern am Samstag vergangener Woche an, bei dem es zu einem Eklat gekommen war. Als die Tagungspräsidentin, Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow, die rund 100 Delegierten aufforderte, sich zu einer Schweigeminute für die Opfer des Mauerbaus zu erheben, blieb eine Handvoll Teilnehmer demonstrativ sitzen. Darunter war auch die frühere Landessozialministerin Marianne Linke. Bartsch rief die Linke zu Geschlossenheit auf, die für das erfolgreiche Bestehen von Wahlen nötig sei. Geschlossenheit und Glaubwürdigkeit könne man schnell verspielen. Deswegen rate er nachdrücklich, „bestimmte Debatten an den Stellen zu führen wo sie hingehören und nicht zu allererst in der Öffentlichkeit“.

Kommentare (33)

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Pendler

20.08.2011, 13:10 Uhr

Jeder Chaot in Dt. sollte eine politische Heimat haben.
Egal ob es nun die Linken
oder die Rechten / NPD sind.

Ich finde Fidel Castro auch gut.

Eine gute Zigarre
Cuba Club Rum
und massenweise Prostituierte, die auch jeden Wunsch der verwöhnten Touristen erfüllen.

Ich finde, Fidel hat viel erreicht für seine Insel.


wirtschaftsweiser

20.08.2011, 13:10 Uhr

Die Mauer war ein Geniestreich! Einsperren, war das beste was den Sch...Ossis passieren konnte.
Wir sollten den Fehler korrigieren, die Mauer wieder aufbauen und die Freunde wieder dort hinschicken, wo sie hergekommen sind.
Dort können Sie dann unter sich jammern und sich selbst bemitleiden.

Account gelöscht!

20.08.2011, 13:38 Uhr

Wo ist das Problem?
Fidel Castro hat bisher alle US-Präsidenten überlebt!
Die Wirtschaftsmisere Kubas wurde durch die Wirtschaftssanktionen der imperialistischen USA verursacht!
Das sind Mittel des Kalten Krieges!
IN DER ZEIT VOR FIDEL CASTRO WAR KUBA EIN SPIELKASINO UND EIN PUFF!

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