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17.02.2012

16:06 Uhr

BKA-Chef Ziercke

Amtszeit wegen Neonazi-Ermittlungen verlängert

Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) plant eine Verlängerung der Amtszeit des Präsidenten des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke. Grund sind die Ermittlungen im Zusammenhang mit der Zwickauer Neonazi-Zelle.

Der Präsident des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, und Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU). dpa

Der Präsident des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, und Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU).

BerlinDer Präsident des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, soll wegen der umfangreichen Ermittlungen im Zusammenhang mit der Zwickauer Neonazi-Zelle länger im Amt bleiben. Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) will die Amtszeit des Behördenchefs nach Angaben eines Sprechers vom Freitag bis zum Jahresende verlängern.

Ursprünglich sollte der BKA-Präsident schon im August in den Ruhestand gehen. Sein Vizepräsident Jürgen Maurer, einer von zwei Stellvertretern, soll nach den Plänen sogar bis April 2013 im BKA bleiben. Mit diesen Entscheidungen soll sichergestellt werden, dass die Ermittlungen nicht durch einen Führungswechsel beeinträchtigt werden. Damit bestätigte der Sprecher einen vorab veröffentlichten Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“.

Der Zwickauer Neonazi-Zelle werden insgesamt zehn Morde an Einwanderern und einer Polizistin zur Last gelegt. Der rechtsextremistische Hintergrund kam offenbar nur durch einen Zufall im vergangenen Jahr ans Licht.

Von

rtr

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