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18.05.2012

18:08 Uhr

Blockupy

Gigantische Polizeipräsenz erstickt Proteste im Keim

VonThomas Bauer

„Blockupy“-Aktivisten wollten in Frankfurt trotz Versammlungsverboten gegen Banken und Kapitalismus protestieren. Allerdings standen zu wenige Demonstranten zu vielen Polizeikräften gegenüber. Der Protest verpuffte.

Banken unbeeindruckt von Blockupy

Video: Banken unbeeindruckt von Blockupy

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FrankfurtDie Innenstadt und die Banken haben sich seit Mittwoch auf einen Sturm vorbereitet, Fenster vernagelt, Gebäude geräumt und dazu einen etwa 500 Meter breiten und einen Kilometer langen Streifen abgesperrt. Dieser reicht vom Bahnhofsvorplatz bis ins Bankenviertel hinein. Innerhalb dieses Bereichs kämpfen seit den Morgenstunden über 1000 Polizisten gegen Langweile.

Trotz Versammlungsverboten wollten „Blockupy"-Aktivisten in Frankfurt am Main auch an diesem Freitag gegen Banken, Kapitalismus und die Krisenpolitik der EU protestieren.

Einsatzgruppen mit schwerer, stichfester Kleidung, Arm- und Beinschienen haben sich in die Schatten der verwaisten Banktürme zurückgezogen. Anders als vorhergesagt ist die Sonne in den Mittagsstunden durch die Wolken gekommen.

Unterhalb der EZB unterhalten sich zwei Männer ausgelassen mitten auf der Kreuzung Neue Mainzer Straße, Große Gallusstraße. Es ist so still, dass selbst die Vögel in der knapp 60 Meter entfernten Taunusanlage noch zu hören sind.

Auf dem Platz vor Alten Oper hat die Polizei etwa 50 Mannschaftswagen exakt in Reihe aufgestellt. Die Schiebetüren und Fenster stehen offen. Polizisten reichen sich zerfledderte Zeitungen und stehen in den wenigen offenen Stehcafés und Bäckereien an. Ein Frankfurter müht sich auf Englisch vier Asiaten zu erklären, dass dies keine Polizeiausstellung ist und auch keine Übung.

Ein paar Meter weiter sitzen fünf in die Jahre gekommene Rucksackreisende unter einer Platane und diskutieren mit zwei Polizisten, die vom Alter her ihre Kinder sein könnten. Die Polizisten sprechen von Versammlungsverbot. Die Reisenden davon, dass man Teile ihrer Ausrüstung sichergestellt habe. Die wollen sie zurück – sofort.

Kommentare (44)

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Ben

18.05.2012, 18:48 Uhr

Wenn demnächst offiziell das Geld der Sparer verbrannt ist, werden die Proteste erst richtig losgehen. Da ist das hier eine leichte Aufwärmübung für die "Ordnungshüter"
Diese und ihre eigenen Familien werden dann auch betroffen sein. Ob es ihnen dann noch gefällt gegen die Bevölkerung vorzugehen ?

officer_Maroni

18.05.2012, 18:48 Uhr

Ja Ja die liebe Polizei, macht sich immer Schuldig, da kein eigenes Hirn!!! Nur Befehle ausführen. Würde der Befehl heißen, schiesst auf sie, auch dann würden sie es machen. selbst auf freunde würden die schießen. wer weiß, was da drin ist, was die zu essen bekamen auf der police academy?

General

18.05.2012, 18:52 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,
die E U ist zu einem Erpressungsverein auf Gegenseitigkeit mutiert.
Was mit der Währung abläuft ist “ Wechselreiterei “ zu Lasten Deutschlands .
Wieso findet sich kein Staatsanwalt der diese Sache zur Anklage bringt ?
.....wer 2+2 zusammenzählen kann weiß, daß so unterschiedlich leistungsfähige Volkswirtschaften auf Dauer nicht in einer Gemeinschaft zu halten sind.
Mich erinnern die Parolen zur Eurorettung an die Parolen der Nationalsozialisten , die zwar auf dem Rückzug waren aber immer noch vom Endsieg und Glück im Osten träumten.

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