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05.01.2015

10:53 Uhr

Bodo Ramelow

Mehrheit akzeptiert linken Ministerpräsidenten

Eine Mehrheit der Deutschen hat kein Problem mit dem ersten Ministerpräsidenten der Linkspartei, selbst Vorbehalte gegen Linken-Bundeskanzler schwinden. Rot-rot-grün auf Bundesebene ist aber wohl nicht in Sicht.

54 Prozent der Deutschen haben kein Problem mit Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow, in Ostdeutschland sind es sogar 65 Prozent. dpa

54 Prozent der Deutschen haben kein Problem mit Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow, in Ostdeutschland sind es sogar 65 Prozent.

BerlinEinen Monat nach der Wahl von Bodo Ramelow in Thüringen zum ersten Ministerpräsidenten der Linkspartei sieht eine Mehrheit der Deutschen darin kein Problem. 54 Prozent äußerten in einer Umfrage des Instituts Uniqma für die Leipziger Volkszeitung vom Montag die Ansicht, als Teil des demokratischen Parteienspektrums könne die Linke auch einen Ministerpräsidenten stellen. In Ostdeutschland antworteten sogar 65 Prozent in diesem Sinn.

Die gegenteilige Ansicht äußerten bundesweit 44 Prozent. Sie gaben zu bedenken, die Linkspartei solle erst ihre Vergangenheit zu DDR-Zeiten richtig aufarbeiten, ehe sie in vorderster Front Regierungsverantwortung übernehmen könne. Im Osten waren 37 Prozent dieser Ansicht.

Immerhin 37 Prozent der Befragten bundesweit gaben sogar an, sie hätten kein grundsätzliches Problem damit, wenn ein Politiker der Linkspartei zum Bundeskanzler gewählt werden würde. In Ostdeutschland sagten dies sogar 47 Prozent. Eine Mehrheit im Bundestag dafür ist allerdings nicht in Sicht.

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Grünen-Chef Cem Özdemir wies zudem einen Vorstoß von Linken-Fraktionschef Gregor Gysi für ein rot-rot-grünes Bündnis auf Bundesebene zurück. „Weder ein Anti-Euro-Kurs, noch ein Anti-Israel-Kurs noch ein Pro-Putin-Kurs oder ein Pro-Schulden-Kurs ist mit uns machbar“, sagte Özdemir der Düsseldorfer Rheinischen Post vom Montag.

Eine Annäherung an die bundesdeutsche Wirklichkeit könne er bei der Linkspartei bislang nicht erkennen. Gysi hatte sich zuvor dafür ausgesprochen, Möglichkeiten für ein rot-rot-grünes Bündnis im Bund nach der Bundestagswahl 2017 auszuloten.

Von

afp

Kommentare (2)

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elly müller

05.01.2015, 12:35 Uhr

Ja warum sollte denn das nicht gehen???

Nachdem die Hetz-Kampagne aus der Ecke C langsam verpufft, kapieren die Menschen, dass Politik nicht nur von Rechts funktioniert!

Wir brauchen dringend andere Koalitionen bei der Regierungsbildung!

Ach und die Leute aus DDR-Zeiten, will sagen Stasi-Zeit, sind sowohl bei der Linken wie den anderen Parteien vertreten!
Dann erinnere ich noch an die Nachkriegszeit als die Nazis in hohen Ämtern saßen auch bei der CDU!!!

Kein Hahn kräht da heute danach!

Also nicht ständig auf das dumme Geschwätz der Etablierten hören und selber denken!

Frau Margrit Steer

05.01.2015, 14:03 Uhr

Mich stören dabei nur die Grünen, die ich für die gefährlichste Partei halte, die wir haben

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