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20.01.2012

14:05 Uhr

Böckler-Stiftung

Preissteigerung fraß Lohnerhöhungen 2011 auf

Die Löhne und Gehälter sind 2011 real um 0,3 Prozent gesunken. Das hat die Hans-Böckler-Stiftung berechnet.

Durchschnittlich sind Löhne und Gehälter um 2 Prozent gestiegen. dpa

Durchschnittlich sind Löhne und Gehälter um 2 Prozent gestiegen.

DüsseldorfStark gestiegene Verbraucherpreise haben einer Studie zufolge 2011 die tariflichen Lohnerhöhungen wieder aufgefressen. Unter dem Strich sei sogar ein Minus von 0,3 Prozent herausgekommen, teilte das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung mit. Durchschnittlich stiegen Löhne und Gehälter um 2 Prozent, hieß es am Freitag in Düsseldorf.

Die Abschlüsse seien sogar höher ausgefallen als in vergangenen Jahren. In manchen Branchen seien 3 Prozent und mehr vereinbart worden. Es gab aber weniger Einmalzahlungen. Zusammengerechnet mit länger laufenden Abschlüssen aus 2010 ergab sich der Durchschnitt von 2 Prozent. Am deutlichsten stiegen die Tarife bei privaten Dienstleistungen, am geringsten bei Kreditinstituten und im Versicherungsgewerbe. „Der unerwartet starke Anstieg der Verbraucherpreise hat die Tarifsteigerungen in vielen Branchen wieder aufgezehrt“, sagte Reinhard Bispinck, Leiter des Tarifarchivs.

Die Ausgangssituation für 2012 schätzen die Tarifexperten als ungünstiger ein. Für das laufende Jahr werde allgemein mit einer Stagnation der wirtschaftlichen Entwicklung gerechnet.

Von

dpa

Kommentare (4)

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HansMeiser

20.01.2012, 17:50 Uhr

Wo ist denn der Weinverkoster Brüderle, wenn man ihn mal braucht? Was ist denn nun mit dem XXL Aufschwung, der Vollbeschäftigung und dem lang anhaltenden Wachstum in Deutschland? Scheint wohl eher ein LULL und LALL Aufschwung zu sein.

norbert

20.01.2012, 18:03 Uhr

Die Inflation ist kein Wunder, und wenn die Gelddruckerei erst richtig losgeht, dann frißt es noch mehr !

Account gelöscht!

21.01.2012, 17:42 Uhr

Für den deutlichen Anstieg der Jahresteuerungsrate 2011 waren vor allem die Energiepreise verantwortlich. Energie insgesamt verteuerte sich 2011 spürbar um 10,0 % (davon Kraftstoffe: + 11,0 %; Haushaltsenergie: + 9,5 %). Bei der Haushaltsenergie wurden neben dem enormen Preisanstieg bei leichtem Heizöl (+ 24,5 %) auch deutliche Preiserhöhungen bei Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (+ 8,0 %), Strom (+ 7,3 %) und Gas (+ 4,6 %) beobachtet. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise betrug die Jahresteuerungsrate 1,3 %.

Was wollen sie ?
Sind sie nicht so einer der zum 5 Mark versprechen applaudierte und sein kreuz bei rot/grün machten ?
Sind sie nicht auch so einer der glaubt man müsse die Wirtschaft immer stärker belasten weil sie das verdient haben , sich aber dann wundern wenn sie ihren Job verlieren ?
Sie sind sicher auch einer dieser Schreihälse die "abschalten sofort " gefordert haben , dafür werden sie dann nächstes Jahr ordentlich zur Kasse gebeten , Versprochen !!!

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