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15.01.2005

16:40 Uhr

Bosbach selbst angeblich als Nachfolger im Gespräch

Bosbach: CDU-Vorsitzende Merkel entscheidet «höchstpersönlich» über Kauder-Nachfolge

In der Unions-Bundestagfraktion ist der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach als neuer Erster Parlamentarischer Geschäftsführer im Gespräch. Mit ihm habe darüber «nie» jemand gesprochen, sagte Bosbach.

HB BERLIN. Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) hat überrascht auf Meldungen reagiert, wonach er als Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Union im Gespräch sein soll. Mit ihm habe «noch nie jemand» über einen möglichen Nachfolger von Volker Kauder gesprochen, sagte Bosbach der Netzeitung.

Laut einem Bericht der «Berliner Zeitung» gilt Bosbach als Favorit für das Amt. Als Fürsprecher wurde der Vorsitzende der baden-württembergischen Landesgruppe, Georg Brunnhuber, genannt. Auch die «Süddeutsche Zeitung» berichtete, dass der Nordrhein-Westfale Bosbach für den Posten gehandelt werde. Brunnhuber bezeichnete Bosbach als ausgezeichneten Mann. «Wenn Bosbach es machen würde, würden wir uns sehr freuen.» Dies wäre ein Signal, dass eine neue Generation CDU-Politiker in Spitzenämter vorrücke, fügte Brunnhuber hinzu.

Bosbach zeigte sich erfreut über die Aussagen Brunnhubers. «Das war ja ein Kompliment für mich.» Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, Kauders Nachfolger zu werden, sagte er, dazu wolle er sich nicht äußern. Die Entscheidung, wer neuer Fraktionsgeschäftsführer werde, habe CDU-Chefin Angela Merkel «höchstpersönlich zu treffen», so Bosbach der Netzeitung.

Kauder soll am 24. Januar das Amt des CDU-Generalsekretärs übernehmen, das Laurenz Meyer kurz vor Weihnachten wegen einer Gehaltsaffäre aufgegeben hatte. Bosbach hatte am Freitag angekündigt, er werde sein Amt als stellvertretender CDU-Landesvorsitzender in Nordrhein-Westfalen Anfang März abgeben. Er wolle sich auf seine Aufgaben in Berlin konzentrieren, sagte der 52-Jährige Innenexperte.

In der Union wurde andererseits auf Herzprobleme Bosbachs hingewiesen, die ihn möglicherweise zum Kürzertreten zwängen. Als Kandidaten für den Geschäftsführerposten waren bisher der europapolitische Sprecher Peter Hintze und der Abgeordnete Eckart von Klaeden genannt worden.

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