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26.01.2010

09:08 Uhr

Brief an Merkel

Sarkozys Suche nach Mitstreitern für die Kernkraft

VonKlaus Stratmann

In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel macht sich Nicolas Sarkozy für die friedliche Nutzung der Kernenergie stark. Im Kanzleramt dürfte das Schreiben eher auf Zurückhaltung gestoßen sein. Denn in ihrer Haltung zur Kernenergie unterscheidet sich Merkel durchaus von Sarkozy.

Nicolas Sarkozy sucht in Angela Merkel eine Mitstreiterin für die Kernkraft. LUDOVIC/REA/laif

Nicolas Sarkozy sucht in Angela Merkel eine Mitstreiterin für die Kernkraft.

Das Bekenntnis des französischen Präsidenten zur möglichst weltweiten Verbreitung der Kernkraft könnte kaum eindeutiger ausfallen: Er sei überzeugt, „dass die Nutzung der Kernenergie zu friedlichen Zwecken nicht der kleinen Anzahl von Staaten, die über die Technologie verfügen, vorbehalten sein darf“, schreibt Nicolas Sarkozy an Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Aus diesem Grund sollen bei einer Konferenz, zu der Sarkozy für den 8. und 9. März nach Paris einlädt, die Möglichkeiten analysiert werden, „wie durch Zusammenarbeit dem Bedarf der neuen Staaten entsprochen werden kann, die Zugang zur Atomenergie haben wollen“, heißt es in dem Brief Sarkozys, der kürzlich im Bundeskanzleramt einging.

Als entschiedene Kämpferin für Kernkraftwerke auch in entlegenen Winkeln der Welt dürfte die Kanzlerin kaum wahrgenommen werden wollen. Da kommt es ihr entgegen, dass Sarkozy die Kanzlerin lediglich bittet, „das für Energiefragen zuständige Regierungsmitglied“ zu entsenden. Die Frage ist allerdings, wer den weltweiten Ausbau der Atomenergie als „Antwort auf die wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen“ (Sarkozy) begreift: Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) oder Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP).

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