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30.08.2015

20:57 Uhr

Brief an Mitglieder

AfD will mit Asylthema Wahlkampf machen

Die AfD-Führung hat ihre Mitglieder dazu aufgerufen, nicht vor Asylbewerberheimen zu protestieren. Verantwortlich für das „Asylchaos“ seien schließlich die Politiker. Mit dem Thema will die Partei in den Wahlkampf gehen.

Frauke Petry, Sprecherin des Bundesvorstands der Partei Alternative für Deutschland (AfD): „Politiker, die den Rechtsstaat aushöhlen.“ dpa

Wahlkampf

Frauke Petry, Sprecherin des Bundesvorstands der Partei Alternative für Deutschland (AfD): „Politiker, die den Rechtsstaat aushöhlen.“

BerlinDer Bundesvorstand der Alternative für Deutschland hat sich in einem Rundschreiben an die Mitglieder der AfD gegen Demonstrationen vor Asylbewerberunterkünften ausgesprochen. In dem Brief, der am Sonntag an alle Mitglieder und Förderer der rechtskonservativen Partei ging, riefen die beiden Vorsitzenden Frauke Petry und Jörg Meuthen „mit Nachdruck dazu auf, gar nicht vor Erstaufnahmeeinrichtungen und Asylbewerberheimen zu protestieren“.

Denn verantwortlich für das „Asylchaos“ seien nicht diejenigen, die in Deutschland ein besseres Leben suchten, „sondern die Politiker, die den Rechtsstaat aushöhlen“. Die Themen Asyl und Euro-Rettung sollen den Angaben zufolge auch die wichtigsten Themen der Partei in den nächsten Monaten sein.

Die Parteispitze bat die Mitglieder, auf verbale Attacken des früheren Parteichefs Bernd Lucke und seiner Mitstreiter öffentlich nicht zu reagieren.

Die ursprünglich für den 4. September geplante konstituierende Sitzung des AfD-Parteikonvents in Kassel wurde auf den 5. September verschoben. Der Konvent soll Entscheidungen zur Verteilung der Finanzmittel treffen. Petry war Anfang Juli vom Bundesparteitag der AfD zur Ersten Vorsitzenden gewählt worden.

Von

dpa

Kommentare (40)

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Herr Klaus Hillebrandt

31.08.2015, 07:49 Uhr

Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.

Das Flüchtlingsthema gehört unbedingt auch in den Wahlkampf, denn in der Wahl bekundet der Souverän seinen Willen. Und da können nicht die Tugendwächter der Political Correctness verbieten, dass die brennenden Themen diskutiert werden. Demokratie heißt Volksherrschaft, nicht Herrschaft von sich elitär wähnenden Minderheiten.
Der Ansatz der AfD scheint mir sehr verantwortungsvoll und vernünftig.

Herr wulff baer

31.08.2015, 08:11 Uhr

Im Gegensatz zu der Meinung von SPD-Dick&Doof sind wir nicht das Pack, sondern das Volk, das durchaus gegen das bald millionenfache illegale Eindringen in unser Land aufbegehren und auch demonstrieren kann.
Der Rat der AfD-Spitze an ihre Mitglieder, nicht zu Demos zu gehen, ist also richtig, denn jeder AfDler, der an einer Demo teilnimmt, wird doch von der Lü-und Mainstream-Presse sofort zum Nazi incl. seiner Partei erklärt.

Herr Nehal Devanowitch

31.08.2015, 08:16 Uhr

soweit sind wir also schon, dass es besser ist nicht zur demo zu gehen da man sonst verfolgt wird. Irgendwo hab ich sowas schon einmal gelesen,

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