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13.02.2017

19:44 Uhr

Brigitte Zypries

„Viel Bürokratie, weil viele versuchen, den Staat zu bescheißen“

Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries hat mit deutlichen Worten Unehrlichkeit in Wirtschaft und Gesellschaft kritisiert. Gleichzeitig würdigte sie den deutschen Mittelstand als Rückgrat der deutschen Wirtschaft.

„Wir brauchen in vielen Fällen (...) so viel Bürokratie, weil so viele Leute versuchen, den Staat zu bescheißen.“, sagte die Wirtschaftsministerin. AFP; Files; Francois Guillot

Brigitte Zypries

„Wir brauchen in vielen Fällen (...) so viel Bürokratie, weil so viele Leute versuchen, den Staat zu bescheißen.“, sagte die Wirtschaftsministerin.

BerlinWirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) hat mit drastischen Worten Unehrlichkeit in Wirtschaft und Gesellschaft angeprangert. Klagen über zu viel Bürokratie hielt sie am Montag vor dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) in Berlin entgegen: „Wir brauchen in vielen Fällen (...) so viel Bürokratie, weil so viele Leute versuchen, den Staat zu bescheißen.“ Wenn es ehrlicher zuginge im Verhältnis der gewählten Regierung zu den Menschen, die sie gewählt haben, brauchte man weniger Bürokratie. Auch habe die Bundesregierung in ihrer Amtszeit bürokratische Lasten verringert.

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Zypries würdigte den deutschen Mittelstand als das Rückgrat der Wirtschaft. Gerade die mittelständische Wirtschaft habe sich besondere Verdienste bei der Integration von Flüchtlingen erworben. „Sie sind die besten Integrationshelfer“, lobte sie. Was ihr aber Sorgen mache, sei Zurückhaltung vielen kleiner und mittlerer Firmen bei der Digitalisierung.

Eine besondere Aufgabe der Regierung sieht Zypries, den Firmen zu ermöglichen, mehr zu investieren. „Wir brauchen eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklungsausgaben“, forderte sie. Das durchzusetzen, sei zwar bislang nicht gelungen, doch bleibe es auf der Agenda.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Günther Schemutat

14.02.2017, 12:55 Uhr

Umgekehrt wird ein Schuh daraus, zuviel Bürokratie führt zu Versuchen Vorteile sich anzueignen , die vor Jahrzehnten noch niemand interessiert hat. Das war Freiheit . Sicher kann man das Bürokratienetz so auszuweiten , bis jeder hängen bleibt ,der heimlich Schuhe putzt . Aber ist das noch ein Staat , wo jede Aktivität verfolgt wird auch wenn das Arbeiten dem Wohl der Familie oder den Kindern galt ?



Persönlich wünsche ich mir so ein Netz bei Kriminalität und Terror , aber wie man sieht will kein Politiker dafür Verantwortung übernehmen, bis diese Lügengebilde vor einem U-Ausschuss landen ,wo dann alle gemeinsam ein gutes Ende für den Staat ausarbeiten und der Michel wieder staunen kann was in der Politik geht bei ihm aber immer zur Strafe kommt.

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