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24.01.2017

16:48 Uhr

Brüder reisten nach Syrien

Zwei Terrorverdächtige in NRW festgenommen

Spezialkräfte der NRW-Polizei haben in Bad Münstereifel zwei Brüder festgenommen. Die beiden Deutsche-Marokkaner gelten als terrorverdächtig. Der Generalbundesanwalt hat sich eingeschaltet.

Polizisten im Einsatz (Archivbild): Die Deutsch-Marokkaner sind mutmaßliche Mitglieder islamistischer Terrororganisationen. dpa

Festnahmen

Polizisten im Einsatz (Archivbild): Die Deutsch-Marokkaner sind mutmaßliche Mitglieder islamistischer Terrororganisationen.

DüsseldorfDie Deutsch-Marokkaner sind mutmaßliche Mitglieder islamistischer Terrororganisationen. Sie sollen sich 2013 in Syrien aufgehalten und an Kampfhandlungen des sogenannten IS beteiligt haben. Nach einem längeren Türkeiaufenthalt reisten die Brüder 2016 wieder in die Bundesrepublik ein. Der Generalbundesanwalt ermittelt.

Spezialkräfte der NRW-Polizei haben die zwei Brüder (24 und 25 Jahre) heute Bad Münstereifel festgenommen. Dort und in Bonn wurden mehrere Wohnungen durchsucht.

„Den heutigen Festnahmen sind umfangreiche und intensive gemeinsame Ermittlungen der Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder vorausgegangen. Deutschland ist kein Rückzugsraum für Terrorunterstützer. Wer sich im Ausland an mörderischen Verbrechen beteiligt, muss hier mit Strafe rechnen“, sagte Innenminister Ralf Jäger.

Vereitelte islamistische Anschläge in Deutschland

April 2002

Seit den Attacken vom 11. September 2001 in den USA wurden eine Reihe von Anschlägen in Deutschland vereitelt. Einige aufsehenerregende Fälle im Überblick.
Im April 2002 nimmt die Polizei Anhänger der zum Al-Kaida-Netzwerk zählenden Terrorgruppe Al-Tawhid fest. Die Männer planten Angriffe auf das jüdische Gemeindezentrum in Berlin und jüdische Gaststätten in Düsseldorf. Sie werden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Dezember 2004

Mitglieder der Islamistengruppe Ansar al-Islam planen, Iraks Ministerpräsidenten Ijad Allawi während eines Deutschland-Besuchs zu ermorden. Drei Iraker erhalten deshalb langjährige Haftstrafen. Der verurteilte Chefplaner des Anschlags wird im September 2015 in Berlin von einem Polizisten erschossen, nachdem er dessen Kollegin mit einem Messer schwer verletzt hatte.

September 2007

Die islamistische Sauerland-Gruppe wird gefasst. Die vier Mitglieder werden wegen geplanter Terroranschläge auf Diskotheken, Flughäfen und US-Einrichtungen in Deutschland zu mehrjährige Freiheitsstrafen verurteilt.

April 2011

Ermittler nehmen in Düsseldorf drei mutmaßliche Al-Kaida-Mitglieder fest, die einen Sprengstoffanschlag in Deutschland geplant hatten. Im Dezember 2011 wird in Bochum ein viertes mutmaßliches Mitglied der Düsseldorfer Zelle gefasst. Die vier Männer müssen mehrere Jahre ins Gefängnis.

März 2013

Die Polizei fasst vier Verdächtige aus der Bonner Islamisten-Szene, die einen Anschlag auf den Chef der rechtsextremen Splitterpartei „Pro NRW“ geplant haben sollen. Einer soll die Bombe in Bonn deponiert haben. Der Prozess gegen die mutmaßlichen Terroristen in Düsseldorf dauert an.

Februar 2016

Die Polizei kommt einer mutmaßlichen Terrorzelle auf die Schliche und schlägt gleichzeitig in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen zu. Die vier Verdächtigen hatten womöglich einen Anschlag in Berlin geplant.

Juni 2016

Spezialkräfte der Polizei nehmen drei mutmaßliche Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Brandenburg fest. Sie sollen einen Anschlag in der Düsseldorfer Altstadt geplant haben.
(Quelle: dpa)

Oktober 2016

In Leipzig nimmt die Polizei einen Syrer fest. Nach Angaben des Bundesamtes für Verfassungsschutz hatte der anerkannte Flüchtling Dschaber al-Bakr einen Sprengstoffanschlag auf einen Berliner Flughafen geplant und bereits weitestgehend vorbereitet.

(Quelle: dpa)

Der Ältere der beiden soll im Februar 2013 über Ägypten und die Türkei nach Syrien gereist sein. Dort habe er ein Kampftraining sowie eine Schieß- und Waffenausbildung erhalten. Der Mann habe sich an der Gefangennahme eines mutmaßlichen Spions und an Kampfeinsätzen beteiligt.

Er habe zudem die Reise seines jüngeren Bruders nach Syrien vermittelt, wo dieser ebenfalls militärisch ausgebildet worden sei und in den Kampf gezogen sein soll. Die Männer sollten noch am Dienstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Von

kwi

Kommentare (1)

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Herr Alessandro Grande

24.01.2017, 17:37 Uhr

Ach na gucke mal an, wieder zwei Fachkräfte für Pyrotechnik, welche Super-Angie rief. War doch jetzt mal ´ne Woche still zwischendrin und da wird dem arbeitenden und steuerzahlenden Deutschen schon fast langweilig.
Und auch diese beiden sind zufällig Islamisten und kamen mit oder ohne Ausweis zu uns ins Land, haben garantiert Sozialleistungen bezogen, werden garantiert nie bestraft, da die Taten ja noch nicht begangen wurden (und wenn doch schreien Rote und Grüne wegen ungerechter Behandlung) und auch nicht abgeschoben, weil Marokko auf unsere superhöflichen Bitten um Rückname dieses Gesindels einfach nicht reagiert. Warum sollte es auch, wo die deutschen Hauptschulbeamten vollkommen unfähig sind, adäquaten Druck aufzubauen und erst recht nicht in der Lage sind, dieses Pack einfach auf dem Flughafen Agadir auszukippen und leer zurückzufliegen, heisst final abzuschieben.
Wir sind wahrlich ein lächerliches Land und erdreisten uns täglich dennoch, die USA, Russland und UK auf deren vermeintliche politische Fehler hinzuweisen. Und auch da sind die fleißigen Reporter des Handelsblattes stets ganz vorn dabei.
Großes Kino ist das!

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