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09.05.2015

15:42 Uhr

Bündnis 90/Die Grünen

Robert Habeck will Spitzenkandidat werden

Teils überrascht haben die Grünen auf Robert Habecks Bewerbung um die Spitzenkandidatur reagiert. Nun verteidigt Schleswig-Holsteins Umweltminister seine Ambitionen. Ein möglicher Konkurrent ist Parteichef Cem Özdemir.

Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck hat sich überraschend um die Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl 2017 beworben. dpa

Landesparteitag der Grünen Schleswig-Holstein

Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck hat sich überraschend um die Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl 2017 beworben.

LübeckDer schleswig-holsteinische Grünen-Politiker Robert Habeck hat seine frühzeitige Bewerbung um die Spitzenkandidatur der Grünen bei der Bundestagswahl 2017 verteidigt. Er wisse, dass er in der Partei Überraschung und auch Enttäuschungen ausgelöst habe, sagte der Kieler Umweltminister am Samstag auf einem Landesparteitag in Lübeck.

Er glaube aber nach Gesprächen mit der Bundesspitze an die Chance, aus dieser Situation heraus die Partei weiter nach vorne zu bringen. Eine grassierende Sprach- und Orientierungslosigkeit in Deutschland fordere die Grünen heraus und müsse überwunden werden, sagte er. Es dürfe auch kein Wegschauen vor den Problemen geben.

Die Parteitagsdelegierten quittierten Habecks Rede mit viel Beifall. Er hatte am Dienstag erklärt, er wolle Spitzenkandidat werden. Parteichef Cem Özdemir, dem selbst Ambitionen auf die Spitzenkandidatur nachgesagt werden, hatte Habeck vor dessen öffentlicher Ankündigung noch von einer Bewerbung zum jetzigen Zeitpunkt abgeraten, ihn danach dann aber gelobt.

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Der „Tageszeitung“ („taz“/Online) sagte er nun, er selbst werde frühestens im November erklären, ob er gegen Habeck antrete. „Mein Ziel ist es, den nächsten Bundesparteitag erfolgreich vorzubereiten und dort wieder für das Amt des Parteivorsitzenden zu kandidieren. Alles andere sieht man danach.“

Von

dpa

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