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01.03.2014

10:23 Uhr

Bürgerkrieg

50.000 Syrer hoffen auf ein Ticket nach Deutschland

Wegen der dramatischen Lage in Syrien will Deutschland mehr Bürgerkriegsflüchtlinge aufnehmen. Bis Ende Februar durften die in Deutschland lebenden Syrer Namen von Angehörigen melden.

In Syrien herrscht immer noch Krieg: Tausende Syrier fliehen. dpa

In Syrien herrscht immer noch Krieg: Tausende Syrier fliehen.

BerlinFür die zusätzlichen 5000 Aufnahmeplätze für syrische Flüchtlinge liegen nach Ablauf der Meldefrist mindestens zehnmal so viele Anmeldungen vor - mehr als 50.000. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in den Bundesländern.

Allein in Nordrhein-Westfalen meldeten sich bis zum Ende der Frist am 28. Februar rund 26.000 Syrer, die Verwandte aus dem Bürgerkriegsgebiet aufnehmen möchten. In Niedersachsen sind es mehr als 10.000.

Der Bund hatte sich im Frühjahr 2013 bereiterklärt, 5000 syrische Flüchtlinge aus der Krisenregion auszufliegen und in Deutschland aufzunehmen. Im Dezember war dann entschieden worden, das Kontingent zu verdoppeln.

In Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Bremen liegen nach Angaben der zuständigen Behörden jeweils rund 1000 Anfragen vor, in Bayern sind es 1700.

Assads Streitkräfte gehörten zu den stärksten der arabischen Welt

Truppenstärke

In der Theorie verfügen die Streitkräfte über 178.000 Soldaten, davon 110.000 beim Heer, 36.000 bei der Luftabwehr, 27.000 bei der Luftwaffe und 5000 bei der Marine. 2009 wurde die Truppenstärke noch auf 325.000 Mann geschätzt, davon 220.000 beim Heer. Überläufe, Desertionen und Verluste hätten die Zahl reduziert, schreiben die IISS-Experten. Einige Brigaden seien auch "verschwunden", weil sie als politisch wenig verlässlich betrachtet worden seien.

Paramilitär und Miliz

Neben den regulären Truppen verfügte Machthaber Baschar al-Assad 2009 über geschätzte 108.000 paramilitärische Kräfte, die meisten von ihnen in der Miliz der Baath-Partei. Die Einheiten spielen im Kampf gegen die Aufständischen eine große Rolle. Wie hoch deren Zahl gegenwärtig ist, kann das IISS nicht einschätzen.

Struktur

Das Heer verfügt regulär über sieben Panzerdivisionen, drei Divisionen Panzergrenadiere, zwei Divisionen Spezialeinheiten und eine Division der Republikanischen Garde, die für Damaskus zuständig ist. Als besonders effizient gelten die Spezialkräfte und die Republikanische Garde, ihre Mitglieder gehören wie Assad den Alawiten an. Zusammengenommen wird die Zahl der Elitesoldaten auf 50.000 geschätzt.


Ausrüstung

Das Material der Streitkräfte stammt überwiegend aus Russland oder noch aus der Sowjetunion. Vor den Kämpfen verfügte das Heer über 4950 Panzer. Die Zahl sei inzwischen deutlich reduziert, schätzt das IISS. Das Kommando für das beachtliche Raketenarsenal befindet sich in Aleppo im Norden des Landes. Die Marine hat zwei Fregatten zur Verfügung. Bei der Luftwaffe gibt es zwar noch 365 Kampfjets. Ein großer Teil der Luftflotte sei aber vermutlich nicht richtig einsatzbereit, heißt es in der Bestandsaufnahme des Instituts. Von den Kämpfen am wenigsten geschwächt sei vermutlich die Luftabwehr. Die Kapazität wird auf tausende Boden-Luft-Raketen aus russischer Produktion geschätzt, darunter auch einige modernere Waffen.

In Thüringen betonte ein Sprecher des Innenministeriums, die Plätze seien „vielfach überzeichnet“. Genaue Zahlen nannte er nicht. Ähnlich lautete die Auskunft der Hamburger Sozialbehörde.

Auch in Baden-Württemberg ist die Nachfrage groß: Für 1300 Plätze gibt es mehr als 4000 Interessenten. In Hessen gibt es mit etwa 5000 Anmeldungen sogar knapp 20 Mal so viele Bewerber wie freie Plätze.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

03.03.2014, 09:37 Uhr

"50.000 Syrer hoffen auf ein Ticket nach Deutschland"
---
NEIN!
Deutschland ist keine Auffang- und Ruhezone für Terroristen. Denn genau die werden sich an solche Aktionen dranhängen.
Außerdem ist der deutsche Steuerzahler nicht die Melkkuh für die ganze Welt. Wie wär's, wenn sich ist schwerreichen, islamischen Ölländer darum kümmern? Die haben Geld en masse, wir nicht!

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