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18.01.2004

18:35 Uhr

Bürgerschaftswahl am 29. Februar

Spitzenkandidaten für Wahl in Hamburg gekürt

Sechs Wochen vor der vorgezogenen Bürgerschaftswahl in Hamburg steht nach den großen Parteien SPD und CDU auch bei der regierenden ehemaligen Schill-Partei und den oppositionellen Grünen die Kandidatenliste.

HB HAMBURG. Am Wochenende bestimmten die Partei Rechtsstaatlicher Offensive - früher als Schill-Partei bekannt - und die Grünen ihre Spitzenbewerber für die Bürgerschaftswahl am 29. Februar. An diesem Montag will der bisherige Regierungspartner FDP seine Kandidatenliste komplettieren.

Mit Innensenator Dirk Nockemann an der Spitze zieht die Partei Rechtsstaatlicher Offensive in die Wahl zum Hamburger Landesparlament. Nockemann trat ohne Gegenkandidaten an und bekam am Sonntag auf einer außerordentlichen Nominierungsversammlung in Hamburg rund 98 % der Stimmen. Der Parteigründer Ronald Schill war Mitte Dezember aus seiner Partei ausgeschlossen worden. Zuvor hatte der bereits im Sommer geschasste frühere Innensenator die Hamburger Regierungskoalition mit CDU und FDP platzen lassen und so die vorgezogene Wahl provoziert.

Hamburgs Grüne treten mit der 51 Jahre alten Lehrerin Christa Goetsch als Spitzenkandidatin zur vorgezogenen Wahl an. Bei einer Mitgliederversammlung wurde Goetsch am Samstag bei nur einer Enthaltung einstimmig gewählt. Seit zwei Jahren ist die Schulexpertin Fraktionschefin der GAL im Rathaus.

Die Hamburger FDP stellt am Montag bei einem Landesparteitag ihre Kandidatenliste zur Bürgerschaftswahl auf. Schon Anfang des Jahres war Bildungssenator Reinhard Soltau zum Spitzenkandidaten der Elb- Liberalen bestimmt worden.

Laut jüngsten Umfragen kann die CDU bei der Neuwahl zur Bürgerschaft weiter mit einer absoluten Mehrheit rechnen. In einer Infratest dimap-Umfrage kam die Partei von Bürgermeister Ole von Beust auf 45 %, SPD und Grüne zusammen auf 43 %. Die Partei ProDM/Schill - in der Ronald Schill jetzt aktiv ist - und die FDP können nach der Umfrage darauf hoffen, am 29. Februar wieder ins Landesparlaments einzuziehen. Die Partei Rechtsstaatlicher Offensive liegt dagegen weit abgeschlagen bei einem Prozent.

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