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20.01.2011

07:00 Uhr

Bürokratie

Das elektronische Finanzamt

Vondri

Der Traum vom papierlosen Büro ist seit einiger Zeit auch im Finanzamt angekommen. Mit Hilfe einiger Gesetze und neuen Softwares soll nicht nur die Steuererklärung, sondern auch ein großer Teil der Korrespondenz über digitale Medien kommuniziert werdenn.

Das Finanzamt will sich vom Papier befreien. Quelle: ap

Das Finanzamt will sich vom Papier befreien.

BERLIN . Der Papierkrieg mit dem Finanzamt soll ja bald ein Ende finden. In Jahressteuergesetzen, Steuervereinfachungsgesetzen und in jedem Bürokratieabbauprogramm kommt seit Jahren der Informationstechnologie eine wichtige Rolle zu: Wenn die ganze Korrespondenz erst elektronisch läuft, dann erspart dies angeblich Milliarden - vor allem den Firmen.

Damit es jetzt mal losgeht, wollen die Finanzämter Bilanzen ab 2012 nur noch elektronisch entgegennehmen. Das findet man auch bei den Wirtschaftsverbänden gut- wäre da nicht das Software-Umstellungsproblem und: ein 900 Punkte umfassendes elektronisches Formular, das künftig jede Firma, vom Bäckermeister bis zu Siemens, ausfüllen müsste.

Wie man das Formular abspecken könnte und dabei womöglich den Bäcker dann doch anders taxiert als Siemens, das wollen jetzt einige Unternehmen gemeinsam mit dem Bundesfinanzministerium per Pilotprojekt testen. Die Zeitvorgabe des Finanzministeriums ist streng: Bis Ende April sollen die Firmen Ergebnisse liefern, damit das System in einem Jahr laufen kann.

Die Unternehmen täten dies auch gerne, sagen sie. Jedoch: Die Software für die Pilotphase wird erst frühestens Mitte April fertig sein, erfuhren sie jetzt. Nur: Entsprechend mehr Zeit zum Testen will das Ministerium nicht gewähren. Bei Steuererklärungen gibt?s ja auch kein Pardon.

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