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12.04.2013

13:36 Uhr

Bund und Länder

Aufstockung für Hochschulpakt beschlossen

Bund und Länder haben sich nach zähen Verhandlungen auf eine Aufstockung des Hochschulpakts geeinigt. Die Lasten werden entsprechend der Situation der Länder verteilt. Wer weniger geben kann, wird auch weniger beteiligt.

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) freut sich über die Einigung im Streit über den Hochschulpakt. dpa

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) freut sich über die Einigung im Streit über den Hochschulpakt.

BerlinNach schwierigen Verhandlungen haben sich Bund und Länder angesichts des anhaltenden Andrangs von Studenten an den Universitäten auf eine Aufstockung des Hochschulpakts geeinigt. Die Bundesregierung wird in den Jahren 2011 bis 2015 ihre Mittel für die Finanzierung zusätzlicher Studienplätze um 2,2 Milliarden auf mehr als sieben Milliarden Euro erhöhen, wie Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) am Freitag nach einer Sitzung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) mitteilte. Die Länder kündigten an, „vergleichbare zusätzliche finanzielle Leistungen“ zu erbringen.

Obwohl genaue Zahlen zum Beitrag der Länder zum Hochschulpakt erneut nicht genannt wurden, zeigte sich Wanka nach der Sitzung zufrieden. Die Länder hätten verbindlich zugesagt, ihre Leistungen für den Hochschulpakt den Bundeszusagen entsprechend zu steigern und dies "transparenter und nachvollziehbarer als bisher darzulegen". Die Bundesregierung wird nach ihren Angaben auch die Mittel für die bis 2018 dauernde nächste Phase des Hochschulpakts um 1,7 Milliarden auf dann rund 2,7 Milliarden aufstocken.

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Den Angaben der GWK zufolge sollen Bundesländer und Stadtstaaten sich nach bestimmten Schlüsseln an der Finanzierung beteiligen, je nach Zahl der zusätzlich zu finanzierenden Studienplätze wird diese je zur Hälfte zwischen Bund und Ländern aufgeteilt. In anderen Fällen, etwa bei den mit demografischen Problemen kämpfenden Ost-Bundesländern, ist die Beteiligung der Länder geringer.

In der Vereinbarung bilde sich die „unterschiedliche Situation“ der Länder ab, sagte die derzeitige GWK-Vorsitzende, die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD). Die Einigung lobte Ahnen „als klares Signal an die Hochschulen, dass sie auch in den nächsten Jahren klare Planungssicherheit haben“. Laut einer im Januar vergangenen Jahres veröffentlichten Vorausberechnung der Kultusministerkonferenz werden von 2011 bis 2015 rund 300.000 mehr Studienanfänger an die Unis strömen als bisher erwartet.

Die GWK beschloss nach Angaben der Ministerinnen auch, sich künftig für mehr Qualität in der Lehrerbildung einzusetzen. Im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung wird der Bund die Länder und Hochschulen ab 2014 über einen Zeitraum von zehn Jahren mit 500 Millionen Euro unterstützen. Bund und Länder einigten sich auch auf eine Richtlinie, um Lehrern den Wechsel in ein anderes Bundesland zu erleichtern. Demnach sollen die Länder bis Ende des Jahres entsprechende Gesetze vorlegen.

Von

afp

Kommentare (3)

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mon_yburns@central.banktunnel.eu

12.04.2013, 14:28 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Account gelöscht!

12.04.2013, 18:50 Uhr

Wir brauchen ein Studien-System wie in den USA, wo Studiengebühren im Bachelor-Studiengang gezahlt wird (unterstützt mit "financial aid" aus armen Familien und gestützt mit "scholar ships" als Sponsoring aus der Wirtschaft für Talentierte. So hätte jede gute Uni gute Einnahmen, Unterstützung für Einkommenslose Jugendliche und eine frühe Verbindung von Wirtschaft und Fähigen sowie Ansporn für sie gut zu sein.

Im 2. Studiengang "Master bis PhD, Doktor" gibt es sogar Gehalt für gute Studenten in den USA. Die verdienen dann 1500 Dollar im Monat z.B.

Schlecht ist es allerdings für die Studenten im "gap" in der Lücke zwischen "arm" und "talentiert". Da wird es teuer und am Ende gekommen sie keinen Job.

In Deutschland studieren gerade die untalentierten 20 Jahre als "ewiger Student" .... "oh wie gerecht" und wie unrentabel aber auch !!

Unabhaengigkeit_ist_wichtig

12.04.2013, 23:23 Uhr

"als Sponsoring aus der Wirtschaft für Talentierte"

Das mit dem Sponsoring verzeichnet leider aber auch die Resultate und somit ist die Wissenschaft nicht mehr frei, sondern profitgesteuert, was eine schlechte Sache ist.

Beispiel aus der Pharmaindustrie:
Untersuchung nach der Effektivität bei der Behandlung von ADHS bei Kindern: kognitive Verhaltenstherapie (=nicht medikamentöse Behandlung) ist genauso effektiv wie Ritalin, also Medikamente.
Was glauben Sie, was mit der Untersucherin passiert ist, die zu diesem Ergebnis kam? Unmittelbarer Rausschmiss und sie wird nie wieder eine Stelle an einer US Universität bekommen, weil dadurch der Pharamindustrie ein riesiger potentieller Markt (=alle Kinder dieser Welt) flöten gehen könnte.

Eine weitere Methode ist Unterdrückung, also nicht Veröffentlichung von Studien bei denen das Ergebnis kommerziell nicht passt.

Wissenschaft sollte möglichst nicht abhängig von der Wirtschaft sein. Was nicht bedeutet, dass man nicht kooperieren kann.

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