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09.05.2011

16:58 Uhr

Bundesagentur für Arbeit

Von der Leyen will Weises Vertrag verlängern

Die Arbeitsministerin könnte sich auch über 2012 eine Zusammenarbeit mit Frank-Jürgen Weise, dem Chef der Bundesagentur für Arbeit, vorstellen.

Arbeitsministerin von der Leyen ist mit Frank-Jürgen Weise, dem Chef der Bundesagentur für Arbeit, zufrieden. Quelle: dpa

Arbeitsministerin von der Leyen ist mit Frank-Jürgen Weise, dem Chef der Bundesagentur für Arbeit, zufrieden.

Berlin/Hamburg

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hat der Bundesagentur für Arbeit (BA) ihr Vertrauen ausgesprochen. Diese habe sich "in den vergangenen Jahren als ausgesprochen moderner Dienstleister aufgestellt", sagte sie im Interview mit dem Handelsblatt. BA-Chef Frank-Jürgen Weise stellte sie eine Verlängerung seines bis April 2012 laufenden Vertrags in Aussicht. "Ich arbeite sehr gut mit ihm zusammen, für meinen Teil gerne auch über 2012 hinaus", sagte die Ministerin.

Zudem warnt die Ministerin vor einem drastischen Arbeitskräftemangel in Deutschland. In den kommenden 15 Jahren werde es rund 5 Millionen Erwerbstätige weniger geben, sollte man weitermachen wie bisher, sagte die Ministerin am Montag auf dem Festakt zum 62. Überseetag im Hamburger Rathaus. "Uns geht nicht die Arbeit aus, uns gehen im Moment die Arbeitskräfte aus."

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, müssten die Älteren wieder aktiviert, Jugendliche unabhängig von ihrer Herkunft besser ausgebildet, Frauen mehr gefördert und zudem mehr Zuwanderer von Deutschland überzeugt werden.

Von der Leyen sagte, wenn Deutschland es schaffte, die Erwerbstätigenquote der Älteren wie in Schweden auf 70 Prozent zu erhöhen, könnten die Unternehmen über zusätzlich 1,2 Millionen Fachkräfte verfügen. Zu möglichen Bedenken von Firmenchefs betonte sie, die Jungen könnten zwar schneller rennen, "aber die Älteren kennen die Abkürzung".

Bei den Jugendlichen stehe vor allem der Staat in der Verantwortung. Immer noch verließen sieben Prozent der Jugendlichen ohne Abschluss die Schule, immer noch brächen zehn Prozent ihre Lehre ab. "Wenn es gelänge, allein diese Zahl zu halbieren, wären das 600 000 Fachkräfte in den nächste 15 Jahren mehr."

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